Freitag, 31. August 2001

Bischof Krenn: Nur "Kasperl" reden von Schwulen-Ehe

  • "Wir brauchen Geduld und mehr Härte"

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Bischof Krenns Standpunkt in der Homo-Debatte empört Gegner: "Es ist eine Schande, zu verlangen, dass wir segnen, was Gott verbietet. Dieser Widerspruch ist so groß." So die Antwort des St. Pöltner Diözesanbischofs auf die Forderung nach einem "Kirchensegen" für Lesben und Schwule. Für ihn ist das alles nur "Blödsinn" und klares Zeichen eines "Zeitgeistverfall".

Krenn kündigte an, dass die Bischofskonferenz darüber beraten wird. Er stellte in diesem Zusammenhang die Frage in den Raum, "wer eigentlich die Verantwortung für die österreichische KA hat". Und er gab auch gleich selbst die Antwort: "Es gibt keine, und sie wollen natürlich keine." Darum passieren "solche Dinge wie diese Erklärung". Der Schluss des Bischofs: "Wir brauchen auf der einen Seite Geduld, auf der anderen Seite mehr Härte." Und: Man muss, meinte Krenn, alle Organisationen der KA "zurückbinden" auf die Diözesen.

Zum "Trend", dass einzelne Vertreter der Volkspartei im Zusammenhang mit dem Paragrafen 209 (Schutzalter für Jugendliche) "umfallen" bzw. sogar Anhänger einer "Schwulen-Ehe" sind, hielt Krenn fest: "Ich habe persönliche Zusagen von ÖVP-Politikern, die sehr wohl sagen, dass dies nicht geschehen wird. Es gibt aber ein paar Kasperl, die auf ein Mal von dieser komischen Schwulen-Ehe und diesem Blödsinn reden. Das ist natürlich irgendwo 'Zeitgeistverfall'."

31.8.2001 12:19