Paris, London und Berlin zeigen Interesse

Umfrage: Glauben Sie, dass es in Temelin zu einem großen Zwischenfall kommen wird?
Österreichs Atomgegner werden es bald mit einem neuen Gegner zu tun bekommen: Der tschechische Energiekonzern CEZ - auch Betreiber des AKW-Temelin - steht vor dem Verkauf. Energiekonzerne aus Westeuropa signalisieren Interesse.
Die besten Chancen für den Kauf hat derzeit die französische Electricité de France. Das Unternehmen ist der größte Betreiber von Kernkraftwerken und würde die CEZ zur Gänze kaufen - inklusive Temelin. Ein großer Vorteil gegenüber dem deutschen Mitbewerber E.On: Dort fürchtet man Ärger mit den deutschen Kunden und will daher CEZ nur ohne Temelin kaufen.
Die Deutschen haben jedoch noch eine realistische Chance auf den Zuschlag: Denn da ist noch British Energy. Die hätten gerne das AKW-Temelin ohne die Betreiberfirma CEZ. Nun wird ein gemeinsames Vorgehen von Deutschen und Briten überlegt.
Wer immer den Zuschlag erhält - die österreichischen AKW-Gegner werden es auf jeden Fall mit einem mächtigen Konzern als Gegner zu tun bekommen.
Die tschechische Regierung will umgerechnet 100 Mrd. Schilling für den Konzern. Die Staatsanteile an CEZ betragen 67%. Bis zum 10. September sollen die Angebote vorgelegt werden.
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