Der Leitfaden des GPA-Betriebsrates

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Auch in der GPA - wo Sallmutter der Boss bleibt - wimmelt´s vor Privilegien-Rittern. Obwohl es bei Gewerkschaftern keine Privilegien gibt. Sondern „Sozialleistungen“. Und diese haben mitunter lustige Namen. Wie Fahrzeugbekleidungszulage“. Zumindest Beschäftigte der Gewerkschaft der Privatangestellten GPA können lachen – und kassieren.
Das geht aus einem aufschlussreichen Leitfaden des GPA-Betriebsrates hervor. Titel: „Sozialleistungen von A bis Z“. Von der „Autowaschpauschale“ über den „Betriebsausflugszuschuss“ bis hin zu Zulagen für bestimmte Beschäftigtengruppen“ wie „Leitende Sekretäre“ ist hier jegliches GPA-Privileg fein säuberlich festgehalten.
Wer unter GPA-Chef Hans Sallmutter arbeitet, kann mitunter kräftig abkassieren. Ist man lange genug dabei, gibt’s zwei Jahresgehälter Abfertigung. Ein kleiner Auszug:
„Abfertigung“
Hier kann profitieren, wer schon vor dem April 1993 bei der GPA tätig war. Dann stehen bis zu 24 Monatsgehälter Abfertigungsanspruch an. Wer später dazugestoßen oder ins neue System gewechselt ist, hat nur mehr den gesetzlichen Anspruch. Ausnahme: „Zusätzliche Abfertigung in der GPA unter bestimmten Anspruchsvoraussetzungen.“
„Außerordentliche Zuwendung“
Für Zahnbehandlungskosten oder den Führerschein, „wenn dienstliche Notwendigkeit besteht“.
„Autowaschpauschale“ für Chauffeure.
„Betriebsausflug“
Zuschuss von 400 Schilling pro Beschäftigten und zusätzlich 80 Schilling für jeden Ausflugsteilnehmer.
„Gehaltserhöhungen“
Alle zwei Jahre ein Biennium. Zitat: „Ca. 5 % bis 3 %“.
„Jubiläumsgeld“
Und Geburtstagsgeld, Heiratsgeld, Mankogeld, Fahrtkostenersätze, Kindergeld, Kilometergeld … … und schlussendlich noch die Pkw-Regelung. Vollkaskoversicherung wird zur Hälfte rückvergütet, wenn die Zahlungsbestätigung vorgelegt wird. Alle vier Jahre gibt’s 5.500 Schilling für neue Winterreifen. Und als besondere Sozialleistung sticht noch die „Fahrzeugbekleidungspauschale“ von 600 Schilling jährlich ins Auge.
Peinlich: „Nicht-Ernennungszulage“
Fazit: Auch Kleinvieh macht Mist. Wie zum Beispiel die „Nichternennungszulage“, die Post-Personalvertretern mitunter gewährt wird, wenn sie bei der Dienstprüfung scheitern. Das – im Postler-Jargon abschätzig „Hilflosenzuschuss“ genannte – Zuckerl kann dann gewährt werden. FP-Post-Gewerkschafter Johann Weinberger legt übrigens Wert darauf, diese Zulage nie bekommen zu haben.
Die ganze Story rund um die Gewerkschafter-Krise lesen Sie im neuen NEWS.
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