Neuer Anfang nach Politik-Abschied

Kommenden Montag stellt das Leben die Weichen für Karl Schlögl völlig neu: Der ehemalige SP-Innenminister – vor einem halben Jahr tief frustriert als stellvertretender Landeshauptmann aus der Politik geschieden – versucht einen wirtschaftlichen und öffentlichen Neustart. Er wird geschäftsführender Gesellschafter von „Allrisk Insurance“. Und vielleicht sogar Rapid-Präsident!
Mit all seinem privaten Kapital und „einem für meine Verhältnisse durchaus hohen Bankkredit in ansehnlicher Millionenhöhe“ hat der Ex-Innenminister zehn Prozent der Anteile gut gehenden Versicherungsmakler-Büro erworben. Schlögl: „Meine Aufgabe als Geschäftsführer sehe ich in der Erweiterung des Unternehmens in Richtung Osteuropa – und auch bei den Geschäftsfeldern wie etwa der Lebensversicherungs-Sparte.“
Rapid-Präsident Karl Schlögl?
Des Purkersdorfers zweiter Leidenschaft neben der Kommunalpolitik ist Rapid. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass Schlögl demnächst so ins Rampenlicht zurückkehrt: Vielleicht gar als Präsident des SK Rapid Wien.
Vorausgesetzt, Schlögl spielt dabei mit: „Ich will bei Rapid eigentlich nicht in die Einser-Funktion, weil ich mit meiner neuen Firma ohnehin Arbeit genug habe.“ Gewichtige Ansage gegen die Absage: „Aber ich bin mit Leib und Seele Rapidler und arbeite immer gerne mit...“
Kritik an Gusenbauer & Strasser
Das Einzige, was Schlögl an seiner politischen Karriere nachträglich ärgert: „Dass ich mich überreden ließ, nicht sofort bei der Regierungsumbildung auszusteigen.“ Und, so Freunde des Ex-Innenministers: Dass der derzeitige SPChef Alfred Gusenbauer – eine Entdeckung Schlögls – den VP-Nachfolger im heiß geliebten Innenressort so umgarne.
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