Dienstag, 28. August 2001

Gewerkschaftsgremien tagen nächste Woche

Die Post- und Telekom-Gewerkschaft berät nächste Woche über Konsequenzen aus der Gehaltsaffäre im Postbetriebsrat. Kommenden Dienstag tagt das Präsidium, am Mittwoch wird der Zentralvorstand voraussichtlich einen Nachfolger für den zurückgetretenen Gewerkschaftschef Hans Georg Dörfler wählen. Aussichtsreichster Kandidat ist der Obmann des Post-Personalausschusses für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, Gerhard Fritz.

Dies bestätigten am Dienstag die beiden FSG-Stellvertreter Dörflers, Erich Huhndorf und Manfred Schöndorfer.

Fritz ist Mitglied des Leitungsausschusses der Post- und Telekom-Gewerkschaft. Ebenfalls ein möglicher Nachfolge-Kandidat wäre der FSG-Stellvertreter Dörflers im Post-Betriebsrat, Herbert Podany. Das Risiko, ihn zu nominieren, wolle man auf Grund der Gehaltsaffäre im Post-Betriebsrat allerdings nicht eingehen, hieß es dazu aus der Gewerkschaft.

Ebenfalls Thema im Präsidium und Zentralvorstand wird voraussichtlich das neue Gehaltsschema der Post-Betriebsräte sein. Dieses hat bei einigen Personalvertretern zu beachtlichen Gehaltssprüngen geführt, weshalb Dörfler vorige Woche den Hut nehmen musste.

Dass es im Präsidium oder Zentralvorstand Konsequenzen für den Christgewerkschafter Manfred Wiedner, als Stellvertreter Dörflers im Post-Betriebsrat für die neue Gehaltsregelung mit verantwortlich, geben könnte, schließt der SP-Gewerkschafter Schöndorfer aus. Dies sei Sache der entsendenden Fraktion, in Wiedners Fall die Fraktion Christlicher Gewerkschafter.

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28.8.2001 12:21