Verzetnitsch kritisiert Postgewerkschafter

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch hat am Montag erstmals Stellung zum Gagen-Streit genommen. "Rechtlich mag die Gehaltserhöhung in Ordnung sein, moralisch war sie aber nicht zu rechtfertigen", so Verzetnitsch. Wie angekündigt hat der ÖGB seine Gehälter offengelegt.
Der ÖGB-Präsident Verzetnitsch sei froh, dass rasch die Konsequenzen gezogen worden seien. Aus der Causa könne man aber in keiner Weise Rückschlüsse auf das Gesamtverhalten des ÖGB ziehen. Der ÖGB habe eine "Gehaltstafel", an die sich die Spitzenfunktionäre halten müssten.
"Moralisch nicht zu rechtfertigen"
Zur Kritik an seinem langen Schweigen zum Gagen-Skandal meinte Verzetnitsch, es gebe im ÖGB eine klare Regelung, wer den Präsidenten während seines Urlaubs vertrete. Dies habe Frauenchefin Renate Csörgits auch sofort und gegenüber allen Medien getan: "Das muss auch reichen."
Kritik an Postgewerkschafter
Das Verhalten der Postgewerkschafter, die durch das neue Lohnschema profitiert haben, verurteilte Verzetnitsch: "Es mag rechtlich alles in Ordnung sein, es ist aber moralisch nicht zu rechtfertigen." Das Vorgehen der Betroffenen entspreche nicht den Vorstellungen des Gewerkschaftsbundes. Es sei von Postgewerkschaftschef Hans-Georg Dörfler richtig gewesen, die Konsequenzen zu ziehen.
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