Annan hofft auf US-Teilnahme an Rassismuskonferenz

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hofft weiter auf eine Teilnahme der USA an der bevorstehenden Antirassismuskonferenz in Südafrika. "Das ist eine Angelegenheit, die jedes Land und jede Gesellschaft betrifft.", sagte Annan am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Salzburg. Die USA wollten zuletzt auf eine Teilnahme verzichten. Im Anschluss traf er Wolfgang Schüssel
Die Entscheidung über die Zusammensetzung der jeweiligen Delegationen sei das souveräne Recht jedes einzelnen Staates, betonte Annan. Er werde sich da nicht einmischen.
Zugleich betonte der UNO-Generalsekretär, dass er "sehr eng" mit US-Präsident George Bush und Außenminister Powell zusammenarbeite. Washington stimme auch mit ihm überein, dass der Kampf gegen den Rassismus ein vordringliches Anliegen sei. "Ich hoffe, wir werden Fortschritte erzielen", betonte Annan zu der Konferenz.
Über seine Gespräche mit dem Führer der türkischen Zyprioten, Rauf Denktas, Dienstag Nachmittag in Salzburg, meinte Annan, er wolle "heraus finden, wie wir vorwärts kommen können". Sein Wunsch sei eine Lösung für den Zypern-Konflikt zu finden, es sei aber klar, "dass wir das nicht heute erreichen werden". Er hoffe aber auf eine baldige Fortsetzung der Vermittlungsgespräche unter Leitung der UNO.
Treffen Annan - Schüssel
Annan traf vor der Pressekonferenz zu einem bilateralen Gespräch mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zusammen. Themen waren nach Angaben von Schüssel die Situation im Nahen Osten, auf dem Balkan und die finanzielle Lage der Vereinten Nationen. Erörtert wurde außerdem der bevorstehende "Kinder-Gipfel" der UNO in New York. Das Thema Kinderrechte sei "eine alte Priorität Österreichs", betonte der Bundeskanzler.
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