Kritik: "Postgewerkschaft ist instinktlos"

Die Grünen bereiten sich auf eine mögliche Regierungsbeteiligung 2003 vor. Das gab deren Chef, Alexander Van der Bellen, im Fernseh-Sommergespräch bekannt. Scharfe Kritik übte der Grünen-Chef in Richtung Postgewerkschaft.
Für das Jahr 2003 streben die Grünen nach Auskunft Van der Bellens an, dass Blau-Schwarz die Mehrheit verliert. Möglich sei dies, auch wenn die Grünen oft bei Umfragen besser abschneiden als bei Wahlen. Denn insgesamt gehe es nur um eine Verschiebung von fünf Prozentpunkten.
Mit einer neuen Mehrheit gebe es dann zwei Möglichkeiten: Entweder Rot-Grün - oder die "fade" Variante einer Neuauflage von Rot-Schwarz. Seitens der Grünen wolle man jedenfalls gerüstet sein. "Wir werden mit der Vorbereitung auf eine Regierungsbeteiligung nicht erst am Montag nach der Wahl beginnen." Und weiter: "Das ist schon eine Art Kulturschock, deshalb bereiten wir uns langfristig darauf vor.
Van der Bellen gegen Verzetnitsch-Rücktritt
"Im besten Fall instinktlos" lautet die Beurteilung von Grün-Bundessprecher Alexander Van der Bellen in Richtung Postgewerkschaft. Mit der Gagenaffäre verknüpfte Rücktrittsforderungen an ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch lehnte er aber ab: "Wo liegt die persönliche Verantwortung des ÖGB-Präsidenten für das Fehlverhalten eines Personalvertreters bei der Post. Das leuchtet mir nicht ein." Bekräftigt hat Van der Bellen seine Forderung nach einem Rückzug der Sozialpartner aus dem Parlament.
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