Dienstag, 21. August 2001

Angst um Job größer als vor Kriminellen

Jeder zweite Befragte in acht europäischen Ländern ist der gleichen Meinung: Die Regierungen müssen die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Nicht die Verhütung der Kriminalität, nicht die Ausländerpolitik, schon gar nicht die Außenpolitik - für die Bürger ist das Wesen der Staatskunst die Sicherung der Arbeitsplätze.

Dies ergab eine Umfrage in acht Ländern, wie das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg berichtete. 49 Prozent der fast 10.000 Befragten erklärten, die jeweilige nationale Regierung müsse gegen die Arbeitslosigkeit vorgehen. Schaffung und Erhaltung einer ausreichenden Zahl sicherer Arbeitsplätze ist ihrer Ansicht nach die zentrale Aufgabe der zukünftigen Politik des jeweiligen Landes.
Befragt wurden rund 2.500 Personen in Deutschland und jeweils 1.000 in Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen und Spanien.

Nur jeder fünfte bezeichnete die Bekämpfung der Kriminalität und ihre Verhütung als besonders dringliche Aufgabe der nationalen Regierungen. Gesundheitswesen, Preisentwicklung, Ausländerfrage und Umweltschutz wurden nur jeweils von jedem zehnten als zentrale Themen bezeichnet.

21.8.2001 11:22