Sonntag, 26. August 2001

"Mörtel" sucht Geld für neues Kinocenter

Baumeister Richard Lugner denkt über den Verkauf der Hälfte der Lugner-City an einen deutschen Rentenfond nach. Lugner erklärte, daß allerdings Finanzexperten steuerliche Fragen zu klären hätten. Vor allem die anhaltende Krise in der Baubranche läßt Lugner über diese Maßnahme zur Überbrückung des Finanz-Loches nachdenken.

Steuergünstig könnten lediglich Teile verkauft werden, die er schon länger als zehn Jahren im eigenen Besitz hat, dies trifft aber lediglich auf den Bauteil eins zu. Lugner braucht das Geld zur Errichtung seines rund eine halbe Milliarde Schilling teuren Kinocenters. Lugner meinte, daß er für die Hälfte der Lugner-City "deutlich mehr als eine halbe Milliarde Schilling" bekommen würde.

Bauauftrag aus dem eigenen Haus soll Finanzkrise überbrücken
Lugners Pläne zur Bewältigung des Bautiefs sehen vor, seine Baufirma mit einem 500-Millionen-Auftrag aus dem eingenen Haus in Schwung zu halten. Gebaut werden soll ein Kinocenter neben der Lugner City. Die Beschaffung der halben Milliarde wird jedoch nicht ganz einfach werden. Lugner hat bereits 180 Millionen Schilling für die Grundstücke ausgegeben und keine eigenes Geld mehr in der Tasche. Die heimischen Banken sind angesichts der Übersättigung Wiens mit Kinosälen nicht begeistert von dem Projekt.

Geld aus Deutschland für Lugners Kino-Projekt
Eine Expertenstudie, so Lugner, würde seinem neuen Bauvorhaben jedoch Erfolg verheißen. Notfalls will er sich das Geld "aus Deutschland holen". Der Teilverkauf der Lugner City an einen deutschen Rentenfont soll ihm helfen, zinsfreies Geld für das Kino-Projekt zu bekommen. Für diesen teilweisen Verkauf braucht Lugner allerdings die Zustimmung seiner Söhne. Angesichts der zunehmenden familiären Spannung ist dies kein leichtes Unterfangen.

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26.8.2001 13:23