Ditz will Vorstand am 27.9. im Aufsichtsrat beschließen

Die Suche der ÖIAG nach dem neuen vierköpfigen AUA-Vorstand geht in die letzte Runde: "Mein erklärtes Ziel ist es, bis Ende September einen neuen AUA-Vorstand beschließen zu können", sagte ÖIAG-Vorstand und AUA-Aufsichtsratschef Johannes Ditz heute, Freitag.
Die Bestellung des neuen Vorstandsteams soll am 27. September in einer Aufsichtsratssitzung beschlossen werden.
Medienberichten zufolge soll am kommenden Montag ab 7 Uhr Früh ein Hearing für den Chief Exekutive Officer (CEO) vor dem Personalausschuss des AUA-Aufsichtsrats über die Bühne gehen. Als Kandidaten wurden die vier Top-Manager Helmut Draxler, Ex-ÖBB-General, Vagn Sörensen von der skandinavischen Fluglinie SAS, Carl Michel, der frühere British-Airways-Manager, und Thierry Antinori, Lufthansa-Vertriebsvorstand und früherer Lauda Air-Aufsichtsrat, genannt.
"Es gibt derzeit verschiedene Gespräche mit Kandidaten, um möglichst bald, aber nicht überstürzt einen neuen AUA-Vorstand zu finden", so Ditz. Er habe bisher selbst mit einigen möglichen Vorstandskandidaten Kontakt aufgenommen, auch mit dem mit der Suche beauftragten Headhunter Spencer Stuart Management Consulting GmbH habe es bereits Diskussionen gegeben. Dass am Montag bereits eine endgültige Entscheidung falle, sei aber ausgeschlossen.
Konkret sucht die AUA einen neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO), einen Finanzvorstand (CFO), einen Marketingvorstand (CCO) und einen Vorstand für Technik und Personal (COO), wie aus der Ausschreibung hervorgeht. "Wir wollen bei der AUA das Mittelmanagement abflachen und neue funktionelle Zuordnungen durchführen", erläuterte Ditz. Daher sei ein Vierer-Vorstand mit jeweils getrennten Bereichen sinnvoll.
Im ersten Halbjahr 2001 hat die AUA-Gruppe - AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways und Rheintalflug - einen um Gewinne aus Anlageverkäufen und Fremdwährungsbewertungen bereinigten - Verlust beim Ergebnis vor Steuern von knapp 800 Mill. S verbucht, was einer Verschlechterung um 36,4 Prozent entspricht. Ohne Bereinigungen belief sich der Verlust sogar auf 966 Mill. S.

