Spanier drängen auf den Markt

Der österreichische Festnetz- und Internetbetreiber European Telecom International AG will 2003 ein positives Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erzielen. Er hat im ersten Halbjahr 2001 den Umsatz um 43 Prozent auf 182 Millionen S gesteigert. Die "letzte Meile" der Telekom Austria umgeht die 100%-Tochter der spanischen Telefonica durch ein eigenes Netz.
Die Anzahl der Kunden stieg von Jänner bis Juni um 39 Prozent. Die European Telecom hat derzeit rund 25.000 Kunden, 80 Prozent davon sind Geschäftskunden. Bis Jahresende soll die Kundenzahl auf 35.000 steigen. Das Ergebnis nach Steuern (net profit) soll heuer von minus 311 Mill. S auf minus 210 Mill. S steigen, das EBIT soll sich auf minus 200 Mill. S verbessern.
Glasfaser-Technologie
Vom geplanten österreichweiten Glasfaserring besteht bereits eine 500 km lange Strecke von Wien über Linz nach Salzburg, der Wiener Glasfaserring umfasst derzeit 65 km. Neun Wählämter in Wien sind schon entbündelt, um die Kunden direkt an das eigene Netz anzuschließen. Heuer will die European Telecom insgesamt 260 Mill. S in den Infrastrukturaufbau stecken. Seit 1999 hat das Unternehmen rund 1,1 Mrd. S in Österreich investiert.
Auch mit UMTS-Lizenz
Die spanische Telefonica ist in Österreich auch mit der 3G Mobile Telecom GmbH vertreten, die im November 2000 eine der sechs österreichischen Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ersteigert hat. Die 3G Mobile verhandelt mit "allen österreichischen Festnetz- und Mobilfunkanbietern" über Kooperationen, unter anderem mit tele.ring.

