NEWS: Neue ÖBB-Führung stellt Weichen für die Zukunft

Eine völlig neue Bahn will der neue Herr über Bahn und Schiene schaffen, eine Bahn, die Gewinn einfährt. Aber die Fahrpreise sollen - zumindest vorerst - nicht erhöht werden. Mit einem ambitionierten 10-Punkte-Plan soll der Coup gelingen.
Auf den Kauf von Renommierzügen wie dem deutschen ICE soll verzichtet werden. Auch beim Neubau von Bahnhöfen tritt der neue Bahnvorstand auf die Bremse.
Bisher stehen der Bahn vier Cash-Quellen zur Verfügung.
- Personenverkehr: Marginale Gewinne; im Vorjahr ein Umsatz von 7,2 Mrd. S.
- Güterverkehr: Die Cash-Cow der Bahn brachte mit 10,9 Mrd. S Umsatz ein Plus von rund zwei Mrd. Schilling
- Infrastruktur: Die Kosten für den Bau übernimmt der Staat. Das ermöglicht die Gewinne im Güter- und Personenverkehr.
- Zuschüsse: Staatliche Subventionen für Schüler- und Pendlerverkehr sowie Nebenbahnen brachten der Bahn im Vorjahr 8,4 Mrd. S.
Der Master-Plan: So sollen die ÖBB flott gemacht werden:
- Neue Waggons - Mehr Komfort in neuen Zügen
- Adaptierungen - Vorhandene Waggons umbauen und modernisieren
- Neues Outfit - Einheitliches Design für Fern-, Regional- und Nahverkehr
- Pünktlichkeit - Fahrpläne sollen eingehalten werden, damit an Knotenpunkten zeitgerechtes Umsteigen garantiert ist
- Geschwindigkeit - Keine Pufferzeiten mehr für Langsamfahrstellen. Es soll aufs Tempo gedrückt werden
- Sauberkeit - Strikteste Sauberkeit in Zügen und Bahnhöfen
- Service - Die Wiedereinführung der Gepäck-Aufgabestellen auf stärker frequentierten Bahnhöfen wird überlegt
- Fahrplanänderungen - Bedarfsorientierte Änderungen. Die genaue Erfassung von Passagierströmen soll Fehlplanungen verhindern.
- Tarifreform - Die Bahn will den Tarif- und Rabattdschungel transparenter machen
- Neue Speisewagen - Ein neuer Betreiber soll die Züge kulinarisch beleben. Auch Reservierungen sollen möglich werden
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