Sparprogramm: Personalstopp, Flugzeugverkauf...

Das 800-Millionen-Minus - jetzt zieht die AUA die Notbremse! Es wird sogar laut über teurere Flug-Tickets nachgedacht. Weitere Maßnahmen, um AUA, Tyrolean Airways, Lauda Air und Rheinthalflug zu retten: Unter anderem Personalstopp, aber keine Kündigungen. Die Halbjahres-Bilanz spricht Bände: ein Verlust von 57,7 Millionen Euro (794 Millionen Schilling) - vor Steuern. Auch die Lufthansa ist bilanzmäßig ins Trudeln gekommen.
In einer knapp gehaltenen Mitteilung gab das Unternehmen bekannt, dass der Verlust beim Ergebnis vor Steuern 57,7 Mill. Euro (794 Mill. S) beträgt. Eine Vergleichszahl wurde nicht mitgeteilt. Unbereinigt um Anlagenverkäufe und Fremdwährungs-Abwertungen liegt der Verlust sogar bei 966 Millionen Schilling.
Darum trudelte die AUA-Gruppe ins Minus
- Hohe Treibstoffkosten,
- ein starker US-Dollar,
- die schwache Konjunktur in den USA und Europa sowie
- die Vollkonsolidierung der Lauda Air.
Notbremse: Teurere Tickets, Personalstopp
AUA-Vorstand Bammer nennt folgende Maßnahmen, um das Ergebnis wieder zu verbessern:
- Personalstopp, aber "keine Kündigungen",
- bessere Nutzung vorhandener Kapazitäten im Deutschlandverkehr,
- Forcierung von Flugzeugverkäufen und -vermietung ,
- "Produktionsanpassungen"
- Preiserhöhungen sind "nicht ausgeschlossen".
Immerhin das Passagieraufkommen steigerte sich um 5,5% auf knapp 4,1 Millionen Fluggäste. Die Umsätze stiegen im Jahresabstand um 38,5%. Für die Zukunft wurden noch weitere rigorose Sanierungsmaßnahmen bei Lauda Air angekündigt.
Auch Lufthansa fliegt tiefer
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat ebenfalls Schwierigkeiten. Sie hat im ersten Halbjahr einen Gewinneinbruch vor Steuern von rund 70 Prozent hinnehmen müssen. Das operative Plus lag bei 105 Millionen Euro (1,4 Mrd. S), wie der Konzern in Frankfurt am Main mitteilte.
Die teure Tarifeinigung mit den Piloten und die Konjunkturflaute sind für die Deutschen schuld am Einbruch, ebenso wie die höheren Treibstoffpreise. Dennoch hält die Airline am angekündigten Ergebnis für das Gesamtjahr fest. Wie bei der AUA wurden auch bei der Lufthansa mehr Passagiere befördert: Trotz Pilotenstreik um 2,4 Prozent.

