Hoffnung auf Lizenz in der Schweiz

Den Casinos Austria macht die ausländische Konkurrenz zunehmend zu schaffen - vor allem im ehemaligen Ostblock. Österreichweit stieg der Bruttospielertrag der Casinos Austria heuer trotzdem um 4,3 Prozent. Schwächen gibt es in Vorarlberg.
Schon jetzt gebe es in den Grenzregionen zu Österreich 34 ausländische Casinos, sagte Vorstandsdirektor Emil Mezgolits am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Bregenz. Die beiden Vorarlberger Casinos entwickelten sich nach einem überaus guten Jahr 2000 im ersten Halbjahr 2001 unterdurchschnittlich.
Der Bruttospielertrag für Bregenz im Jahr 2000 stieg um 10,4 Prozent auf 373,4 Mill. S (27,1 Mill. Euro), obwohl die Zahl der Besucher um 4,3 Prozent auf 315.053 zurückging. Im ersten Halbjahr 2001 verlor das Casino jedoch: Der Bruttospielerertrag sank um 2,3 Prozent auf 175,3 Mill. S. Zudem kamen noch einmal um vier Prozent weniger Besucher in das Haus am Bodensee.
Ebenfalls unterdurchschnittlich entwickelte sich das Casino Kleinwalsertal: Die Besucherzahl sank um 0,4 Prozent auf 43.798, der Bruttospielertrag stieg geringfügig um 1,0 Prozent auf 25,9 Mill. S.
Eidgenossen als Hoffnung
Gute Chancen rechnen sich die Casinos Austria bei der anstehenden Vergabe der Lizenzen in der Schweiz - insbesondere für die Lizenz für ein Casino im nahegelegenen St. Gallen - aus. Zudem glaubt man, dass die Schweizer auch weiterhin gern ins Ausland fahren werden, um ihr Geld auszugeben.

