Gewinne sollen an Hinterbliebene gehen

Der Münchner Rechtsanwalt Michael Witti, der Hinterbliebene des Unglücks von Kaprun am 11. November 2000 vertritt, will, dass die Gletscherbahnen AG unter "Zwangsverwaltung" gestellt werden. Das von den Gletscherbahnen verdiente Geld soll den Hinterbliebenen und nicht den Aktionären zugeführt werden.
Witti möchte die Klage am liebsten von einem US-Gericht behandelt wissen. Nach österreichischem Recht dürfte er mit seinem Vorschlag kaum eine Chance haben. Wann und wo der Anwalt den Antrag auf einen "Zwangsverwalter" einreicht, konnte er noch nicht sagen. Für Witti steht fest, dass das Geld für den richtigen Zweck - nämlich zu Gunsten der Hinterbliebenen der 155 Todesopfer - verwendet werden soll.

