Weber soll deutschem Zweitliga-Schlusslicht helfen

Heribert Weber hat wieder einen Job. Der ehemalige Rapid-Trainer, von dem in letzter Zeit nicht viel zu hören war, geht in die zweite deutsche Liga. Der FC Saarbrücken, der mit Winklhofer einen österreichischen Spieler unter Vertrag hat, liegt derzeit an letzter Stelle. Weber soll nun für den Umschwung sorgen.
Heribert Weber soll den deutschen Fußball-Zweitligisten 1. FC Saarbrücken nach dem Fehlstart mit vier Niederlagen in Folge und dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz zurück auf Erfolgskurs bringen. "Ich hoffe, dass es Weber schafft, den berühmten Knoten platzen zu lassen", meinte Präsident Hartmut Ostermann bei der Vorstellung des Nachfolgers von Thomas von Heesen, von dem sich die Saarländer am Dienstag getrennt hatten. Schon am Donnerstag leitete Weber das Training, am Sonntag im Pokalspiel bei den Amateuren von Werder Bremen soll er das erste Mal auf der Bank Platz nehmen.
Traum in Erfüllung gegangen
Der 46-jährige Weber ist mit 573 Spielen (63 Tore als Defensivmann) in 21 Profijahren österreichischer Rekord-Bundesligaspieler und trainierte bis zum Mai 2000 Rapid Wien. "Es war schon immer ein Traum von mir, als Trainer im deutschen Profi-Fußball zu arbeiten", sagte Weber. Von Heesen hatte sich eine starke Mannschaft zusammenstellen können, schaffte es aber nicht, eine Einheit zu formen. "Mein Vorgänger hatte wohl nicht das glückliche Händchen. Wenn er irgendwo einmal gepunktet hätte, würde ich jetzt nicht hier sitzen", sagte der gebürtige Steirer. Die Saarländer sind diese Saison mit der Hoffnung auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga angetreten, der sie insgesamt fünf Saisonen (zuletzt 1992/93) angehört hatten.
Erst zwei Stationen als Trainer
Weber verfügt über große internationale Erfahrung. Er war Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft, bestritt insgesamt 68 Länderspiele und nahm als Spieler an den Weltmeisterschaften 1978 in Argentinien und 1982 in Spanien teil.
Seinen ersten Versuch als Trainer wagte Weber 1994. Sein erster großer Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. 1996/97 holte er mit Austria Salzburg den Meistertitel. Ein Jahr später wechselte er zum Rekord-Champion nach Wien. Seit seiner Entlassung in Wien Ende Mai 2000, nachdem Rapid "nur" Rang drei belegte, hatte der 46-Jährige keine Mannschaft mehr trainiert. Vorher wurde er mit Rapid zwei Mal Vizemeister.
Wiedersehen
Der Saarbrücker Kapitän Winklhofer und Weber kennen sich noch aus der Saison 1993/94. Beide spielten zusammen beim SV Austria Salzburg und standen damals im UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand (0:1,0:1). Österreichische Trainer in der zweiten deutschen Bundesliga mit allerdings nicht immer überragenden Erfolgen gab es schon einige: Wie in jüngerer Zeit Didi Constantini (Mainz) und Hans Krankl (Fortuna Köln).
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