Donnerstag, 23. August 2001

Qualifikant aus Wien unterlag klar mit 3:6 und 2:6

Die aktuellen Weltranglisten

Der als Nummer drei gesetzte US-Amerikaner Pete Sampras war für Alexander Peya dann doch eine Nummer zu groß: Der Qualifikant unterlag im ATP-Tennis-Turnier von Long Island seinem berühmten Gegner klar mit 3:6, 2:6.

Der an Nummer 3 gesetzte Amerikaner hatte schon einige Mühe bei seinem Erstrundenauftritt. Gegen den Belgier Olivier Rochus reichte es gerade noch für einen knappen Sieg in drei Sätzen (6:4, 6:7, 7:6). Jetzt trifft Peya in der zweiten Runde auf sein großes Idol. "Der ist für ihn der Tennis-Gott. Er schaut sich fast alle Matches von ihm an, die er sehen kann", sagte Günter Bresnik vor diesem Duell seines Schützlings gegen den 13-fachen Grand-Slam-Sieger in der Nacht auf Donnerstag (nicht vor 01:00 MESZ).

"Trainiert wie ein Ochs"
Ein Duell, das sich der Aufschlag-Volley-Spieler aber mühsam erarbeitet hat. Vor einem Jahr hat sich der früher in einer Sporthilfe-Gruppe trainierende Peya unter die Fittiche von Bresnik begeben und erntet heuer erste Früchte. "Der Alex trainiert seit August letzten Jahres wie ein Ochs. Er war auch konsequent, als es in den Ergebnissen noch nicht so gut aussah", erinnert sich Bresnik.

Stetiger Aufstieg
Ein privater Sponsor hat dann die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt und nun scheint die Saat aufzugehen: Finale beim Challenger in Bristol im Juli, vor kurzem erster Challengersieg in Togliatti (RUS), erster Matchgewinn auf der ATP-Tour in Kitzbühel und nun nach überstandener Qualifikation das Erreichen des Achtelfinales auf Long Island. "Der Übergang vom Future zu Challenger und nun zum Grand-Prix-Niveau ist für mich perfekt", sagt Bresnik und hebt auch die Allround-Qualitäten Peyas hervor. "Bristol war ein Rasenturnier, Togliatti auf Hartplatz und Kitzbühel auf Sand." Die nun erfolgte Qualifikation und dann der Erstrundensieg sei besonders viel wert, weil er eben ohne Wild Card zu Stande gekommen ist.

Hipfl kann Chance nicht nutzen
Weniger gut lief es für Markus Hipfl. Er rutschte in den Hauptbewerb von Long Island, da Patrick Rafter auf einen Auftritt bei diesem Turnier verzichtet. Hipfl traf in der ersten Runde auf den Brasilianer Fernando Meligeni und kassierte eine Niederlage in zwei Sätzen (2:6, 6:7). Vorteil: Jetzt kann er sich in Ruhe auf die US-Open vorbereiten.

Schett trifft auf Henin
Barbara Schett hat am Montag die zweite Runde des mit 565.000 Dollar dotierten WTA-Turniers in New Haven erreicht. Die Tirolerin setzte sich zum Auftakt gegen die französische Qualifikantin Nathalie Dechy mit 7:6,6:4 durch.

Das Achtelfinale wird für Schett allerdings noch härter. Die Weltranglisten-20. trifft auf die als Nummer fünf gesetzte Belgierin Justine Henin.


Schett bei US-Open Nummer 19
Barbara Schett ist beim letzten Tennis-Grand-Slam-Turnier des Jahres als Nummer 19 gesetzt. Die Tirolerin rückte nach der verletzungsbedingten Absage von Anna Kurnikowa um eine Stelle vor, die US Open-Hauptbewerbe werden am Mittwoch ausgelost. In der Qualifikation sind fünf österreichische Damen und drei Herren am Start. Evelyn Fauth hat die erste Runde mit einem glatten 6:2, 6:1-Erfolg gegen die Amerikanerin Carly Gullikson überstanden. Nun trifft sie entweder auf Mirjana Lucic (CRO) oder Klara Koukalova (CZE-25). Werner Eschauer hatte weniger Glück, er unterlag dem Usbeken Oleg Ogorodow knapp mit 7:6, 6:7 und 4:6.

Hingis und Kuerten topgesetzt
Topgesetzt ist bei den Herren der Brasilianer Gustavo Kuerten vor Andre Agassi (USA) und Titelverteidiger Marat Safin (Russland). Bei den Damen führt die Weltranglisten-Erste Martina Hingis (Schweiz) vor Jennifer Capriati, Lindsay Davenport und der Vorjahressiegerin Venus Williams (alle USA) die Setzliste an.

Absagen von Kurnikowa, Pierce und Philippoussis
Eine Absage erhielten die Veranstalter am Montag neben Anna Kurnikowa - die Russin laboriert weiterhin an einer langwierigen Fußverletzung und muss damit bereits für das dritte Grand-Slam-Turnier in Serie passen - auch von der Französin Mary Pierce (Rückenprobleme) und vom Australier Mark Philippoussis. Der US Open-Finalist von 1998 hoffte nach seinen Knie-Problemen in Flushing Meadows ein Comeback geben zu können, will aber vorerst noch kein Risiko eingehen.

Rekord-Dotation
In diesem Jahr können die Tennis-Profis in New York so viel verdienen wie noch nie. 15,8 Millionen Dollar (17,3 Mio. Euro/238 Mio. Schilling) lautet die Rekord-Dotation. Die Gewinner bei Männern und Frauen kassieren jeweils 850.000 Dollar (929.063 Euro/12,78 Millionen S). Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Preisgeld-Gesamtsumme um fünf Prozent angehoben. Die US Open sind damit die weltweit höchst dotierte Sportveranstaltung.

Die Gegner der Österreicher in der ersten Qualifikationsrunde

Damen:
Patricia Wartusch (AUT) - Christina Wheeler (AUS) 7:6 (7/2), 6:1
Evelyn Fauth (AUT) - Carly Gullikson (USA) 6:2, 6:1
Marion Maruska (AUT) - Nathalie Vierin (ITA) 3:6, 6:7 (6/8)
Barbara Schwartz (AUT) - Dawn Buth (USA-23) 6:4, 6:2
Sylvia Plischke (AUT-20) - Bryanne Stewart (AUS)


Herren:
Werner Eschauer (AUT) - Oleg Ogorodow (UZB) 6:7 (4/7),7:6 (7/1),6:4
Zbynek Mlynarik (AUT) - Ladislav Svarc (SVK) 3:6,6:4,6:4
Julian Knowle (AUT-26) - Marcos Ondruska (RSA) 6:2, 6:2

Mlynarik trifft in der zweiten Runde auf David Nalbandian (ARG/1).

23.8.2001 10:17