Freitag, 24. August 2001

OECD-Studie untersuchte Utnerrichtszeit

Keine guten Nachrichten für Österreichs Schüler. Für den nahenden Schulanfang werden sie wieder viel Sitzfleisch brauchen. Bei einer Untersuchung kam jetzt heraus: Österreichs 12- bis 14-jährige Schüler sitzen im internationalen Vergleich am längsten in der Klasse. Mit Ausnahme von Mexiko.

Dies ist das Ergebnis der auf Daten des Jahres 1999 basierenden OECD-Studie "Education at a Glance 2001", in der die für zwölf- bis 14-jährige Schüler vorgesehene Unterrichtszeit über einen Zeitraum von drei Jahren untersucht wurde.

3.407 Schulstunden in 3 Jahren
Insgesamt verbringen die österreichischen Zwölf- bis 14-Jährigen innerhalb von drei Schuljahren 3.407 Stunden im Klassenzimmer. Damit liegen sie weit vor ihren Altersgenossen in der EU und werden nur knapp von ihren mexikanischen Kollegen übertroffen, die sogar 3.500 Stunden unterrichtet werden. Im OECD-Durchschnitt werden die Zwölf- bis 14-Jährigen im beobachteten Drei-Jahres-Zeitraum 2.781 Stunden unterrichtet.

Von den EU-Staaten am nächsten kommen den österreichischen Schülern ihre Kollegen aus Italien (3.315 Stunden), den Niederlanden (3.200 Stunden) und Griechenland (3.108 Stunden). Am Kürzesten sitzen hingegen die Kinder und Jugendlichen aus Schweden (2.222 Stunden), Finnland (2.394 Stunden) und Spanien (2.534 Stunden) in der Klasse.

12-Jährige sitzen mehr als 1.000 Stunden in der Klasse
Die Studie weist für die Zwölfjährigen in Österreich eine jährliche Unterrichtszeit von 1.002 Stunden aus, 13-Jährige kommen auf 1.156 und 14-Jährige auf 1.249 Stunden. Damit liegen die 14-jährigen Schüler in Österreich sogar unangefochten an der Spitze aller OECD-Staaten - Mexikos Jugendliche kommen in allen drei Altersstufen auf jeweils 1.167 Stunden Unterrichtszeit.

24.8.2001 11:01