Donnerstag, 23. August 2001

Skala weist Grünen-Vorwürfe zurück

Nun behaupten auch die Grünen eine Gagenaffäre geortet zu haben. Und zwar bei den Lehrern der Berufs- und Algemeinbildenen Höheren Schulen. Zwei niederösterreichische Schuldirektoren sollen jetzt ihre Gehälter offenlegen. Diese weisen die erhobenen Vorwürfe zurück.

Der Grüne Bildungssprecher kritisierte im Bereich der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Unregelmäßigkeiten bei der Auszahlung von Personalvertretungszulagen. Konkret geht es um zwei niederösterreichische Schuldirektoren, die zusätzlich zu ihrem vollen Direktorengehalt einen Teil der Zulagen für Personalvertreter bzw. Gewerkschaftsfunktionäre kassieren sollen. Brosz hält dies für unzulässig und fordert die Offenlegung der Gehälter.

Angesprochen sind der Vorsitzende der Sektion BHS, Helmut Skala, sowie dessen Stellvertreter Helmut Schwarzer (beide FCG). Wie viel diese genau verdienen, könne er nicht sagen, meinte Brosz. Insgesamt seien es aber an die 100.000 S pro Monat, vermutet der Grüne Bildungssprecher.

Skala verdient nach eigenen Angaben 68.000 Schilling
Der Lehrergewerkschafter Helmut Skala weist die von den Grünen erhobenen Vorwürfe zurück: Er verdiene inklusive Direktorenzulage für eine "sehr, sehr große Schule" brutto 68.000 Schilling monatlich, so Skala Auf eine Zulage für seine Tätigkeit als Personalvertreter habe sowohl er als auch sein ebenfalls kritisierter Kollege Herbert Schwarzer verzichtet, so Skala. Lediglich von der Gewerkschaft erhalte er rund 3.000 Schilling pro Monat zusätzlich.

Dem Grünen Bildungssprecher Dieter Brosz warf Skala "oberflächliche Recherche" vor, räumte aber ein: "Es ist wahrscheinlich für den Herrn Abgeordneten sehr verwirrend, weil die Gehaltsregelungen jedes Jahr novelliert werden."

23.8.2001 15:09