Bosnien-Beauftragter: "Das ist reine Spekulation..."

Hat er oder hat er nicht? Als "bloße Spekulation" hat der internationale Bosnien-Beauftragte Wolfgang Petritsch jüngste Medienberichte bezeichnet, wonach er sich mit dem Gedanken an eine mögliche Kandidatur bei der nächsten Bundespräsidentenwahl in Österreich 2004 trage.
"Meine Amtszeit (in Bosnien) ist soeben um ein weiteres Jahr verlängert worden, und ich konzentriere mich auf die Aufgaben, die ich in diesem Lande zu verrichten habe", erklärte der österreichische Spitzendiplomat in einem Gespräch mit der Belgrader Tageszeitung "Blic" (Donnerstag-Ausgabe).
Der 53-jährige ehemalige Sekretär und enge Mitarbeiter des verstorbenen Bundeskanzlers Bruno Kreisky hatte vor seiner Bestellung zum Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina im Juni 1999 als Kosovo-Sonderbeauftragter der Europäischen Union fungiert, nachdem er österreichischer Botschafter in Belgrad gewesen war. Petritsch war nach dem Scheitern der SPÖ-ÖVP-Koalitionsverhandlungen Anfang 2000 als möglicher Außenminister einer SPÖ-geführten Minderheitsregierung im Gespräch gewesen
Als "feine Medienstory" bezeichnete Petritsch im "Blic"-Interview Berichte, wonach die US-Administration seiner Tätigkeit in Bosnien nicht wohlgesonnen wäre. Zur Rolle der Staatengemeinschaft auf dem Balkan meinte der Hohe Repräsentant, dass ihr bisher eine "schnelle und konzentrierte" Behandlung der Krisen gefehlt habe.
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