"Kinder- und Jugendschutz nicht Zeitgeist opfern"

In einem NEWS-Interview nimmt Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erstmals detailliert zur VP- und koalitionsinternen Debatte um die Streichung des § 209 Stellung: "Darüber sollen sich zuerst die Experten Gedanken machen. Ich bin jedenfalls nicht bereit, den Kinder- und Jugendschutz am Altar des Zeitgeists zu opfern."
Massive Kritik übt der Bundeskanzler an jenen, die sich - auch in seiner Partei - für Änderungen beim Paragraf 209 (Verbot von sexuellen Beziehungen zwischen Männern über und unter 18 Jahren) stark machen: "Ich bin jederzeit offen für eine Diskussion über Verbesserungen des Kinder- und Jugendschutzes für Mädchen. Da sollen all jene Vorschläge einbringen, welche den Kinder- und Jugendschutz für Buben aufweichen wollen."
Im zweiten Streitfall, der Frage der Gleichstellung von schwulen Partnerschaften und der Möglichkeit zur Ehe, attackiert Schüssel seinen Parteifreund Gerhard Hirschmann, der meinte, die Schwulenehe komme wie das Amen im Gebet: "Hirschmann vertritt da nur eine Privatmeinung. Es soll keinerlei Diskreditierung dessen geben, was Erwachsene machen. Das ist ausschließlich ihre Privatsache. Andererseits soll der besondere Schutzmechanismus für Ehe und Familie nicht herabgemindert werden."
Das komplette Interview mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel lesen Sie in der neuen Ausgabe von NEWS.
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