Dienstag, 14. August 2001

SPEZIAL: BADESEEN IM TEST

Der aktuelle Badegewässerbericht der Europäischen Kommission liegt jetzt vor: Der alljährlich veröffentlichte Bericht informiert über die Qualität der Badegebiete in den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft. Erfreulich: Die heimischen Seen liegen im europäischen Spitzenfeld! Auch wenn wir im Vergleich zum Vorjahr Minuspunkte gesammelt haben.

Die Bewertung der Badegewässerqualität erfolgt auf Basis der Qualitätskriterien der Badegewässerrichtlinie (1976/160/EWG), wobei die Konformität mit den sogenannten "zwingenden Werten" (zwingend einzuhaltende Mindeststandards für akzeptable Wasserqualität) und den strengeren sogenannten "Leitwerten" (gute Wasserqualität) überprüft wird.

Gesamtergebnis: Positiver Trend wird fortgesetzt
Der nun vorgelegte 18. Bericht über die Qualität der Badegewässer erfaßt 11.502 Küstenstrände und 4.338 Badegebiete an Binnengewässern in der Europäischen Union. Die Ergebnisse zeigen, dass der positive Trend der vergangenen Jahre zur Verbesserung der Qualität der Badegewässer auch im Vorjahr fortgesetzt werden konnte: Im Jahr 2000 entsprachen 96,5% der Badegebiete an der Küste (1999: 95,6%; 1992: 84,9%) und 93,6% der Badegebiete an Binnengewässern (1999: 90,2%; 1992: 47,5%) den zwingenden Qualitätskriterien der Badegewässerrichtlinie.

Auch in Bezug auf die Einhaltung der strengeren Normen der Richtlinie gab es deutliche Verbesserungen: Während 1999 87,3% der Küstengewässer und 66,9% der Binnengewässer auch die Leitwerte für gute Wasserqualität erfüllten, lag der Konformitätsgrad in der Badesaison 2000 bei 88,4 bzw. 70,4 Prozent. "Diese weitere signifikante Verbesserung der Qualität der Badegewässer ist äußerst ermutigend und beweist, dass mit der konsequenten Umsetzung der Badegewässerrichtlinie ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität in der Europäischen Union geleistet werden kann" kommentierte EU-Kommissarin Wallström die Ergebnisse des aktuellen Berichts.

14.8.2001 15:26