Dienstag, 14. August 2001

Eltern sollen Kleinkinder am Computer begleiten

Computerprogramme für Dreijährige? Gibt es schon! Aber müssen sich Kinder in diesem Alter wirklich schon an den Rechner setzen? Medienpädagogen sagen nein. Andererseits sind Medien heute ein Teil der Umwelt der Kinder. Und der Computer gehört eben dazu.

Selbst die kleinsten Kinder sind heute schon früh von Medien umgeben: Kinderbücher, Hörkasetten, Fernsehen oder Videos. Wer will, findet sogar schon Rechner für Kleinkinder ab neun Monaten. Aber Software für die Kleinen ist nur dann sinnvoll, wenn diese sich selbst dafür interessieren. Eltern sollten auf keinen Fall drängeln. Argumente wie: "Hier geht es um die Zukunft", sind falsch. Denn was die Kinder heute in der Hand haben, ist in 20 Jahren, wenn sie ins Berufsleben eintreten, völlig überholt.

Was aber sollen die kleinen Kinder dann überhaupt am Computer? Allein gar nichts - ganz wichtig ist bei Software für Kinder im Vorschulalter die Begleitung der Eltern. Sie entscheiden in dem Alter noch darüber, ob das Kind überhaupt am Computer sitzen darf und welche Programme dort laufen.

Ohne Druck
Der spielerische Umgang mit dem Computer und die Entdeckung der Möglichkeiten stünden im Mittelpunkt, sagt Seebohn. Also: Wie wird eine Maus bedient, wie klickt man auf dem Bildschirm, wie funktioniert die Tastatur. Eingeübt werden sollte auch soziales Verhalten. Es können auch spielerisch erste Lerninhalte vermittelt werden. Einige Programme vermitteln Kindern im Vorschulalter das 1x1 oder das Alphabet, aber auch kritisches Denkvermögen.

Elternrolle
Am Computer sind natürlich auch die Eltern gefragt, die den Kleinen bei der Bedienung helfen müssen. Dazu liegen den Programmen oft Handbücher bei, die den Eltern Tipps zum Umgang mit der Software geben. Den zeitlichen Rahmen der Aktivitäten müssen natürlich auch die Eltern festlegen. Auf jeden Fall sollten sie mit ihren Kindern am Computer sitzen und sie dabei nicht allein lassen.

14.8.2001 17:46
GUSTO-Rezeptsammlung