Sonntag, 19. August 2001

80 % der Belegschaft legt Arbeit nieder

Die 12.500 Arbeiter des mexikanischen Volkswagenwerks in Puebla sind am Samstag in den Streik getreten. Die Gewerkschaft der VW-Arbeiter reagiert damit auf das Scheitern der Tarifverhandlungen. Die Arbeiter fordern eine Lohnerhöhung von 21 Prozent.

Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, kein Angebot für eine Lohnerhöhung unterbreitet zu haben. Die Werksleitung entschuldigt das Ausbleiben eines akzeptablen Angebots damit, dass die Lohnforderung der Gewerkschaft von 21 Prozent - 15 Prozentpunkte über der Inflationsrate - so hoch sei, dass ernsthafte Verhandlungen gar nicht möglich seien.

In dem Werk der Volkswagen de Mexiko in Puebla (125 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt) wird für den gesamten Weltmarkt der Käfernachfolger New Beetle gebaut. Außerdem läuft dort für den amerikanischen Kontinent der Jetta vom Band. In kleineren Stückzahlen werden außerdem der Golf Cabrio und der alte Käfer gefertigt.

Im vorigen Jahr wurden insgesamt 425.000 Autos gebaut. In diesem Jahr musste wegen des Nachfragerückgangs in den USA bereits kurzgearbeitet werden. Im vorigen Jahr hatte die Gewerkschaft nach einem fünftägigen Streik eine 18-prozentige Einkommensverbesserung durchgesetzt.

19.8.2001 10:29