Freitag, 17. August 2001

17,5% neue Unternehmen bis Juni

"Mit jedem neuen Unternehmen werden durchschnittlich auch vier neue Jobs geschaffen." Wirtschaftskammer-Chef Leitl erwartet sich daher 100.000 neue Arbeitsplätze bis Jahresende. "Das sind deutlich mehr als durch Insolvenzen verloren gehen." Die Kammer wünscht sich, dass das befristete Förderungsgesetz "NeuFög" verlängert wird.

Das Neugründungsförderungsgesetz befreit Jungunternehmer, die bis 1.1.2003 eine Firma gründen, von Stempelmarken, Bundesverwaltungsabgaben und Eintragungsgebühren. Zudem entfallen die Lohnnebenkosten für die Dauer von zwölf Monaten.

Die Wirtschaftskammer rechnet für das Gesamtjahr 2001 mit einem neuen Rekord von mindestens 25.000 Firmen-Neugründungen in Österreich . Im ersten Halbjahr rollte die Gründerwelle trotz Konjunkturflaute weiter: bis Ende Juni wurden rund 15.000 Unternehmen neu gegründet, um 17,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Sektor Gewerbe/Handwerk/Dienstleistung hatte mit 56%den größten Anteil an den Firmengründungen im ersten Halbjahr. Auf die Sektion Handel entfielen 27%, auf die Tourismuswirtschaft knapp 11%. Die eifrigsten Firmengründer gab es in der ersten Jahreshälfte in den Branchen Unternehmensberatung und Informationstechnologie (1.865 neue Betriebe), Finanzdienstleistungen (1.569), Direktvertrieb (941), Gastronomie (794) sowie Werbung und Marktkommunikation (747).

Ein knappes Drittel der Unternehmensneugründer, mehr als ein Drittel ist jünger als 30 Jahre. Knapp 40 Prozent der neuen Unternehmen werden von Personen im Alter zwischen 30 und 40 gegründet.

Business-Plan
Die Junge Wirtschaft habe dafür einen Business-Plan erstellt, der etwa den Abbau von bürokratischen Hemmnissen durch Einführung des One-Stop-Shop-Prinzips in der gesamten Verwaltung, die Entwicklung von breitenwirksamen Finanzierungsinstrumenten vorsieht. Kernpunkt soll eine Imageoffensive für die Selbstständigkeit an heimischen Bildungseinrichtungen sein.

17.8.2001 13:56