Europäischer Index dagegen gestiegen

Die Teuerungsrate ist in Österreich im Juli weiter zurückgegangen. Im Jahresabstand ermittelte die Statistik Austria eine Inflation von 2,7 Prozent. im Juni hatte sie noch bei 2,8 gelegen. Noch im Mai wies Österreich mit 3,4 Prozent die höchste Inflationsrate seit 1993 auf.
Der für die Europäische Währungsunion anders berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs legte dagegen im Juli mit 2,8 (2,6) Prozent etwas zu und übertraf erstmals seit März 2000 wieder den nationalen VPI.
Gesundheit teurer
Für die Steigerung des VPI gegenüber dem Vorjahr sind vor allem die Bereiche Gesundheit, alkoholische Getränke und Tabakwaren, aber auch die Bekleidung verantwortlich. Gesundheit und Körperpflege legten mit 4,6 Prozent am stärksten zu. Medizinische Dienstleistungen (+11 Prozent) und die Spitalskosten (+15 Prozent) wurden teurer, Preisrückgänge bei Gesundheitspräparaten (-24 Prozent) machten diese Entwicklung nur zum Teil wett.
Im Monatsabstand sticht vor allem eine 15,8-prozentige Verteuerung bei Flugpauschalreisen hervor. Dies allein zog den VPI gegenüber Juni um 0,279 Prozentpunkte nach oben.
Spirituosen wurden im Schnitt um 11 Prozent teurer, Bekleidung um 4 Prozent. Der Teilindex "Errichtung, Miete und Instandhaltung von Wohnungen" legte im Jahresabstand um 2,6 Prozent zu, "Beleuchtung und Beheizung" um 3,3 Prozent.
Die Telefonkosten kletterten bei Automatentelefonen um 52 Prozent, die Kosten von PC-CD-ROM-Spielen um 57 Prozent. Der Teilindex "Verkehr und Kommunikation" lag im Juli um 2,0 Prozent über dem gleichen Vorjahresmonat.
Computer billiger
Bei Datenverarbeitungsgeräten war die Preisentwicklung auch im Juli mit -25 Prozent im Jahresabstand weiter rückläufig. Computer wurden um 26 Prozent billiger, PC-Drucker um 27 Prozent. Dieselkraftstoff war im Juli um 2,2 Prozent billiger als im Juni, Superbenzin sogar um 4,5 Prozent.
Unterschiede
Der HVPI-Anstieg war im Juli mit 2,8 Prozent im Jahresabstand (nach 2,6 Prozent im April, 2,9 Prozent im Mai, 2,6 Prozent im Juni) etwas höher als im Juni und lag erstmals seit März 2000 wieder leicht über dem VPI. Die unterschiedliche Entwicklung von VPI und HVPI ist durch die im Vorjahr durchgeführte Revision 2000 bedingt, wobei das Gewichtungsschema des HVPI jährlich revidiert wird.
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