286 Mitarbeiter ohne Jobs

Medienhändler Libro will sich gesund schrumpfen. 19 Libro-Filialen und 7 Amadeus-Standorte, die in den nächsten drei Jahren keine Gewinne erwarten lassen, schließen bis 30. September. 286 Mitarbeiter sind betroffen. Seit Ende Juli befindet sich Libro im Ausgleich. Tochterfirma Lion.cc hat vorsorglich fast alle Mitarbeiter beim AMS vorgemerkt.
Die Schließungspläne teilte Libro am Donnerstag in einer Ad-hoc-Aussendung mit. Libro will mit 248 Libro-Filialen und 23 Amadeus-Standorten österreichweit den Turnaround schaffen. Amadeus werde sich künftig auf die umsatzstarken Filialen konzentrieren. 23 der derzeit 30 Amadeus-Standorte bleiben bestehen. Das Libro-Großflächenkonzept wird zurück genommen.
Schließungen, Kündigungen, Mietverträge
Von den 7 Amadeus-Gerschäften, die schließen, befinden sich 4 in Wien, die anderen in Feldkirch, Innsbruck und Salzburg. Bei Libro sind es 9 in Wien, 3 in Oberösterreich (Linz, Enns, Vöcklabruck), je 2 in Salzburg, Tirol (Innsbruck, Kufstein) und Graz sowie eine in Niederösterreich (Brunn am Gebirge). 12 andere Filialen werden verkleinert. Das bedeutet eine Reduktion um 9.900 Quadratmeter. Von den 286 Mitarbeitern, die gekündigt werden, arbeiten 186 Mitarbeiter im Filialbereich und 100 Mitarbeiter in der Zentrale in Guntramsdorf. Die in der Bilanz rückgestellten und im Roland Berger-Gutachten vorgesehenen Kosten für die Filialschließungen von insgesamt 177 Mill. S werden aus heutiger Sicht ausreichen, hieß es weiter. Die derzeit von Libro-Vorstand Gerhard Maierhofer geführten Verhandlungen mit Nachmietern würden sich bei Abschluss positiv auf die Schließungskosten auswirken.
In Deutschland alle gekündigt
Die Liquidation von Libro Deutschland soll bis 30. September 2001 abgewickelt sein. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auch die zurzeit noch geöffnete Filiale in Bochum sowie die Zentrale in Eching geschlossen. Alle 167 Mitarbeiter in Deutschland sind bereits gekündigt. Der Ausstieg aus den Mietverträgen ist größtenteils ausverhandelt, Nachmieter für einzelne Filialen sind bereits gefunden. Die 11 Boulevard-Filialen und die Marke "Boulevard" gehen zurück an Bertelsmann.
Lion.cc sorgt vor
Die mit der Mutterfirma in Schieflage geratene Online-Tochter der Libro AG hat 74 ihrer 76 Mitarbeiter im Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet. Das bestätigte die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) am Freitag. Die Maßnahme wird als "Vorsorge" für den Fall, dass sich doch kein Käufer für Lion.cc findet, interpretiert.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Grand Prix von Monaco18:01
Sechster trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.

