Opel will Kapazitäten um 15% abbauen

Der Autohersteller Opel will nach Angaben aus Unternehmenskreisen bis 2003 rund 15 Prozent ihrer Fertigungskapazitäten abbauen. Der Kostensenkungsplan "Olympia" sieht laut Opel auch die Schließung eines ganzen Werkes vor.
Das Sanierungsprogramm für den stark angeschlagenen Autohersteller Opel sieht die mögliche Schließung eines Werkes vor. Dies gab der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Carl-Peter Forster, am Mittwoch am Stammsitz in Rüsselsheim bekannt. Eine Entscheidung darüber ist aber noch nicht gefallen. Möglich sei auch die Kappung von Kapazitäten in allen europäischen Opel-Werken. Als mögliche Kandidaten für eine drohende Schließung gelten bei Opel hausintern die Werke Antwerpen, Saragossa und auch Bochum.
In jedem Fall werde die Produktionskapazität bei Opel in Europa bis zum Jahr 2003 um zusätzliche 15 Prozent abgebaut, hieß es. Dies entspreche rund 300.000 bis 350.000 Fahrzeugen im Jahr, die weniger gefertigt würden. Mit dem Krisenprogramm "Olympia", das endgültig Ende September stehen soll, will Forster die deutsche Tochter des US-Autoherstellers General Motors (GM) nach zahlreichen Verlustjahren wieder in die Gewinnzone führen.
Bis 2003 will Opel wieder in die Gewinnzone. Dafür müsse bei Opel mit dem Sanierungsprojekt "Olympia" jedoch "mindestens" 2 Mrd. DM (1,023 Mrd. Euro/14,1 Mrd. S) an Ergebnisverbesserung erreicht werden. Alle geplanten Maßnahmen der Kapazitätsrückführung sollen "sozial verträglich" über die Bühne gehen. Gespräche mit den Betriebsräten laufen bereits.
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