Reiseverkehrüberschuss gestiegen

Das Defizit in der österreichischen Leistungsbilanz hat sich im ersten Halbjahr 2001 auf 1,82 Mrd. Euro (25,04 Mrd. S)verringert, nach 2,58 Mrd. Euro von Jänner bis Juni 2000, teilte die Oestereichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag mit. Der Rückgang resultierte aus Saldenverbesserungen aller Teilbilanzen mit Ausnahme der Warenzahlung. Was besonders auffällt: Die Östereicher veranlagten mehr im Ausland.
Das Defizit in der Warenzahlungsbilanz erhöht sich auf 4,31 (3,87) Mrd. Euro.Die Warenzahlungen stiegen sowohl import- als auch exportseitig um je 13 Prozent.
Der Überschuss im Reiseverkehr erhöhte sich auf 1,62 (1,44) Mrd. Euro. Das Aktivum in der Dienstleistungsbilanz stieg auf 3,33 (2,59) Mrd. Euro.
Geringeres Defizit bei Einkommensbilanz
Das Nettodefizit aus der Einkommensbilanz fiel mit -0,10 Mrd. Euro um 0,29 Mrd. Euro geringer aus als im ersten Halbjahr 2000. Höhere Nettoabflüsse der Einkommen aus Portfolioinvestitionen seien durch höhere Zuflüsse aus Direktinvestitionseinkommen bzw. der Einkommen aus sonstigen Investitionen mehr als kompensiert worden, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag mit.
Das Defizit der Laufenden Transfers war mit -0,74 Mrd. Euro geringer als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (-0,91 Mrd. Euro), auch das Defizit der Vermögensübertragungen war mit -0,08 Mrd. Euro niedriger als im Vergleichszeitraum 2000.
Höhere Auslandsinvestitionen
Österreichische Unternehmen nahmen im Ausland um 0,61 Mrd. Euro höhere Direktinvestitionen vor. Aus dem Ausland wurde weniger in Österreich investiert, so dass es per Saldo in dieser Position zu einem Abgang von 0,88 Mrd. S kam.
Bei Portfolioinvestitionen stand dem zunehmenden Erwerb von ausländischen Wertpapieren durch österreichische Anleger in Höhe von 16,56 (Halbjahr 2000: 15,42) Mrd. Euro ein geringerer Anstieg ausländischer Veranlagung in österreichische Titel gegenüber, dieser Wert stieg geringfügig von 14,20 auf 14,42 Mrd. Euro.
Bei heimischen Portfolioinvestitionen im Ausland zeigt sich eine Tendenz zur Verlagerung von Beteiligungspapieren wie Aktien auf festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen: Im Halbjahr stieg das Volumen festverzinslicher Wertpapiere auf 12,43 (9,04) Mrd. Euro. Die Veranlagung in ausländischen Anteilspapieren wie Aktien betrug 4,14 (6,38) Mrd. Euro.
Auslandsnachfrage stagnierte
Die Auslandsnachfrage nach österreichischen festverzinslichen Papieren stagnierte bei 13,39 Mrd. Euro, während das Volumen der gekauften heimischen Anteilspapiere um 1,04 Mrd. Euro anstieg.
Die offiziellen Währungsreserven zeigten eine transaktionsbedingte Abnahme in Höhe von 2,72 Mrd. Euro.
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