3,055 Mrd. Schilling Periodenüberschuss

Der börsenotierte Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV, Wien, hat im 1. Halbjahr 2001 Ergebnis-Verdoppelung nur knapp verfehlt. Außerdem hat OMV ein Offert für den Kauf eines Anteils von 17,58 Prozent an PKN Orlen, den größten polnischen Ölkonzern, abgegeben. Dies teilte die OMV heute, Dienstag, mit.
Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte gegenüber dem Erstsemester des Vorjahres um 88 Prozent auf 364 Mill. Euro (5,009 Mrd. S), und der Periodenüberschuss stieg um 78 Prozent auf 222 Mill. Euro (3,055 Mrd. S).
Analysten hatten im Mittel eine Verdoppelung sowohl des EBIT - auf 388 Mill. Euro (+101 Prozent) - als auch des Periodenüberschusses, auf 247 Mill. Euro (+98 Prozent), erwartet.
Das EBIT vor Sondereffekten legte laut OMV um 76 Prozent auf 382 Mill. Euro zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) übertraf den vorjährigen Betrag mit 340 Mill. Euro um 86 Prozent.
Der Umsatz (ohne Mineralölsteuer) lag im Halbjahr mit 3,915 Mrd. Euro (53,87 Mrd S) um 17 Prozent über dem Vorjahrsvergleichswert, hier hatten die Analysten im Schnitt 3,845 Mrd. Euro (+15,4 Prozent) prognostiziert. Der Mitarbeiterstand ging um 4 Prozent auf 5.703 (5.941) zurück.
Im Ausblick für das Gesamtjahr 2001 erwartet die OMV zwar, dass sich die Ergebnisse des Konzerns gegenüber dem Vorjahr verbessern werden. "Allerdings erscheint eine ähnlich gute Entwicklung für das 2. Halbjahr eher unwahrscheinlich, da die Margen unter Druck geraten werden", betont das Unternehmen.
Offert für 17,58 Prozent-Anteil an polnischem Ölriesen PKN
Der börsenotierte österreichische Energie- und Chemiekonzern hat ein Offert für den Kauf eines Anteils von 17,58 Prozent an PKN Orlen, den größten polnischen Ölkonzern, abgegeben. Dies teilte die OMV heute, Dienstag, in den Presseunterlagen zur Halbjahres-Pressekonferenz in Wien mit.
"Ein Markteintritt in Polen kam für uns nie als stand-alone Variante in Frage. Mit der PKN würde die Bearbeitung dieses großen Marktes allerdings durchaus Sinn machen", wird OMV-Vorstandschef Richard Schenz darin zitiert.
Auch die ungarische Konkurrenz ist interessiert
Nach einer aktuellen Agenturmeldung soll auch der ungarische Ölkonzern MOL, an dem die OMV nach letzten Angaben zu 10 Prozent beteiligt ist, für die PKN ein Angebot gelegt haben. Wie es hieß, sei neben einem Anteilserwerb auch ein Aktientausch oder eine engere Kooperation zwischen MOL und PKN möglich.
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