Autobauer mit 80 Mrd. Dollar Schulden

Vor seinem Verschwinden hat sich der Gründer des bankrotten südkoreanischen Autobauers Daewoo offenbar großzügig aus der Firmenkasse bedient: Mindestens 7,5 Mill. Dollar (115,4 Mill. S) soll Kim Woo Chong unterschlagen haben, wie aus am Montag in Seoul veröffentlichten Gerichtsberichten hervorgeht. 1999 brach der Autohersteller mit 80 Mrd. Dollar (1.232 Mrd. S) zusammen.
Allein für einen Weinberg in Frankreich blätterte Kim, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, umgerechnet rund 77 Mill. S hin. Weitere knapp 38,7 Mill. S soll Kim einer US-Universität spendiert haben, die sein Sohn besuchte. Den Berichten zufolge beglich Kim aus der Daewoo-Kasse zudem seine Kreditkartenrechnungen sowie zahlreiche Ausgaben für seine Sprösslinge.
Der Autohersteller war im August 1999 unter einer Schuldenlast von 80 Mrd. Dollar (1.232 Mrd. S) zusammengebrochen. Kurz darauf verschwand Kim. Er wurde danach angeblich an der französischen Cote d'Azur, in der Schweiz, Sudan, den USA und Vietnam gesehen. Nach den Worten seines Anwalts schreibt er derzeit seine Memoiren und will danach vielleicht nach Südkorea zurückkehren. Demnach sind Kim und seine Frau an Krebs erkrankt.
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