Mehr als 203 Unfall-Tote und 700 Verletzte

Heute beginnt das erste Gerichtsverfahren gegen den US-Reifenhersteller Firestone Inc, Tennessee, im Zusammenhang mit der Serie von Unfällen mit dem Ford Explorer und Firestone-Reifen. Kläger ist die texanische Familie Rodriguez, die bei einem Unfall auf einer mexikanischen Autobahn mit ihrem Ford Explorer verletzt worden war. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA schreibt 203 Unfalltote und mehr als 700 Verletzte den geplatzten Firestone-Reifen Wilderness AT am Ford Explorer zu.
Mark Emkes, President der internationalen Sparte von Bridgestone/Firestone, hielt noch am Freitag eine außergerichtliche Einigung für möglich. Firestone hat bisher mehr als 150 Schadensfälle außergerichtlich beigelegt.
Rodriguez-Anwalt Doug Gwyther nannte die dazu vom Reifenhersteller angebotenen Schlichtungsgespräche "sporadisch". Aus seiner Sicht hätte es die Chance zu einem außergerichtlichen Vergleich gegeben.
Für Firestone bedeutet ein Prozess negative Schlagzeilen, schätzt Sean Kane von dem Researchunternehmen Strategic Safety. Speziell in diesem Fall gebe es eine Menge Hinweise, die gegen Firestone sprechen. Firestone ist die US-Tochter des japanischen Reifenherstellers Bridgestone Corp, Tokio.
US-Distriktrichter Judge Filemon Vela geht davon aus, dass das Verfahren zwei Wochen dauern wird.
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