Kauf von CEZ nur ohne Temelin

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON, Partner der österreichischen Verbund, ist am Kauf des tschechischen Stromerzeugers CEZ interessiert. Allerdings - die CEZ ist Temelin-Betreiber und E.ON will das Atomkraftwerk nicht mitübernehmen.
Das berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf E.ON-Sprecher Erwin Haydn. Haydn sagte nach Angaben des Blattes: "Beteiligungen an der CEZ, zu denen das Kernkraftwerk Temelin gehört, werden wir nicht kaufen."
E.ON hatte nach Darstellung des "Passauer Neuen Presse" wegen des Widerstandes in Bayern gegen den tschechischen Atommeiler die Stromlieferverträge mit CEZ gekündigt, sein Interesse an der Übernahme des tschechischen Staatsunternehmens aber nie geleugnet.
Prag wolle den Konzern in zwei bis drei Jahren privatisieren, ohne jedoch die Kernkraft vom Kauf auszuklammern. Der E.ON-Konzern habe jedoch klargestellt, dass er als potenzieller Kunde wegfalle, wenn die CEZ nur im Gesamtpaket zu haben sei, schrieb die Zeitung.
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