Schwache Wirtschaft in Europa hemmt Unternehmen

Die jüngste WIFO-Investitionsbefragung unter Unternehmen der Sachgütererzeugung, Bauwirtschaft, Elektrizitätsversorgung, Verkehrs- und Versorgungsbetriebe sowie Sondergesellschaften lässt für 2001 aufgrund der schwachen Konjunktur einen leichten Rückgang der Investitionen um 0,8% erwarten.
Insbesondere die Sachgütererzeuger korrigierten ihre Investitionspläne stark nach unten und planen 2001 eine Ausweitung um nur 2,5% (2000 +15,1%). Einschließlich der in der Umfrage nicht erfassten Bereiche (wie Dienstleistungen, öffentlicher Sektor) werden die Bruttoanlageinvestitionen 2001 nach der jüngsten WIFO- Prognose real um 1,3% zunehmen, nach +3,4% im Jahr 2000.
Die österreichische Konjunktur hat im Einklang mit der internationalen Entwicklung im Jahr 2001 deutlich an Schwung verloren. Die Dämpfung der Nachfrage der wichtigsten Handelspartner bremst - trotz der nach wie vor günstigen preislichen Wettbewerbsposition - die Expansion der heimischen Warenausfuhr. In der Folge verlangsamt sich auch das Wachstum von Sachgüterproduktion und Ausrüstungsinvestitionen.
Pessimistisches Bild bestätigt
Der jüngste WIFO-Konjunkturtest - der in Zusammenarbeit mit der EU durchgeführt wird - bestätigt für die österreichische Sachgüterindustrie im Jahr 2001 das eher pessimistische Bild. Die Konjunkturindikatoren weisen seit mehreren Monaten saisonbereinigt abwärts. Die in die Zukunft gerichteten Indikatoren - Produktionserwartungen und Einschätzung der Geschäftstätigkeit in den nächsten Monaten - deuten auf einen weiteren Konjunkturabschwung in der zweiten Jahreshälfte 2001 hin.
Unternehmen revidieren ihre Erwartungen nach unten
In der WIFO-Investitionsbefragung vom Frühjahr 2001 revidierten die Unternehmen ihre Umsatzerwartungen für das Jahr 2001 nach unten und erwarten nunmehr eine nominelle Steigerung um 5,1%. Für die Sachgütererzeugung prognostiziert das WIFO für 2001 eine Abschwächung des realen Produktionswachstums auf +2,7%.
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