Montag, 13. August 2001

Sicherheit kostet 50 Mill. Dollar

Auf zwei Tage wird die Weltwährungskonferenz Ende September in Washington verkürzt. Grund: Es werden Großdemonstrationen nach Muster der G-8-Gipfels von Genua befürchtet.

Der internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank haben angekündigt, ihr Jahrestreffen im September auf zwei Tage zu reduzieren. Der Grund seien die zu erwartenden Demonstrationen von Globalisierungsgegnern, teilten der IWF und die Weltbank mit. Das Treffen soll am 29. und 30. September in der US-Hauptstadt Washington stattfinden. Usrprünglich waren fünf Tage für das Treffen geplant.

Die Entscheidung sei nach Beratungen mit der US-Regierung gefallen, hieß es. Washingtons Bürgermeister Anthony Williams warnte, die Stadt werde die Sicherheit während des Treffens ohne Bundeshilfe nicht gewährleisten können.

Washingtons Bürgermeister Williams hatte US-Präsident George W. Bush Anfang der Woche gewarnt, dass die Stadt ohne Bundeshilfe nicht in der Lage sei, die Sicherheit während des IWF-Treffens zu garantieren. Die Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen beliefen sich auf rund 50 Millionen Dollar (56,0 Mill. Euro/770 Mill. S). Ein verkürztes Treffen würde die Kosten erheblich reduzieren, sagte ein Sprecher des Bürgermeisters.

"Das ausdrückliche Ziel der Gewalt einiger Gruppen schmälert die Chance, mit Menschen in guter Absicht über unsere Standpunkte zu sprechen", sagte der Sprecher der Weltbank, Merrell Tuck. Die Vorstände des IWF und der Weltbank sollen am Dienstag über die Verkürzung des Treffens abstimmen.

13.8.2001 16:13