Aufregung bei den "Königlichen"

Der portugiesische Weltklasse-Fußballer Luis Figo hat mit einer Andeutung, dass er seinen Klub Real Madrid vorzeitig verlassen könnte, bei den "Königlichen" für Aufregung gesorgt. "Ich spiele jetzt seit fünf Jahren in Spanien. Da ist es logisch, dass ich Lust habe, in meine Heimat zurückzukehren", sagte der 28-jährige Stürmer am Freitag in Madrid. "Mein Vertrag bei Real läuft noch über viele Jahre. Da weiß man nie, ob ich ihn erfüllen werde."
Figo war erst vor einem Jahr als damals teuerster Fußballer der Welt für eine Ablösesumme von rund 860 Mio. S vom FC Barcelona zu dessen Erzrivalen Real gewechselt. Sein Vertrag beim spanischen Meister läuft noch bis 2006. Figo gab zu verstehen, dass er seine Karriere gerne in seiner Heimat beenden möchte.
Allerdings könnte kein portugiesischer Verein die vertraglich festgelegte Ablösesumme von rund 2,5 Mrd. S aufbringen. Der Portugiese betonte zugleich, dass er sich in Madrid wohl fühle. "Ich behaupte nicht, dass ich meinen Vertrag in keinem Fall erfüllen werde", sagte er. "Man weiß aber nicht, was die Zukunft bringt. Ich kann nicht auf zwei oder drei Jahre hinaus für die Zukunft planen."
Maradona besorgt über hohe Transfersummen für Mittelmaß
Während Diego Maradona in einem Interview über die gewaltigen Transfersummen für mittelmäßige Fußballer klagte, meldete Ipswich Town einen neuen Klub-Transferrekord. Zwar wollte der englische Premier League-Verein die exakte Summe nicht nennen, die er für den früheren italienischen Unter 21-Torhüter Matteo Sereni (26) als Ersatz für den zu Arsenal abgewanderten Richard Wright an Sampdoria überweist, doch wären es mehr als die 4,5 Millionen Pfund (97,9 Mill. S), die Ipswich vor einem Jahr Wimbledon für Hermann Hreidarsson gezahlt hatte. Kurz vorher hatte Ipswich den Nigerianer Finidi George um umgerechnet 67,4 Millionen Schilling erworben.
Maradona stören weniger die Weltrekordsummen für den Portugiesen Luis Figo und später Zinedine Zidane ("die sind es wert"), aber die ebenfalls riesigen Beträge für viele andere "kann er nicht einmal im Ansatz verstehen". Obendrein auch nicht, dass Figo oder Zidane nicht ihren entsprechenden Anteil am Transferkuchen bekämen. "Denn sie holen die Zuschauer in die Stadien und ermöglichen den Klubs die lukrative TV- und Marketing-Verträge abzuschließen", meinte der einstige argentinische Superstar und Transfer-Weltrekordler.
Besorgt ist Maradona über den Trend, immer mehr Wert auf Taktik, Kraft und Kondition und weniger auf Technik und Können zu legen. "Wenn ich manchmal ein Match sehe, dann frage ich mich, ob die Spieler durch Roboter ersetzt wurden", kritisierte der Weltmeister von 1986, für den aber wenigstens der Barca-Brasilianer Rivaldo ("Ich liebe es, ihm zuzuschauen") ein Gegenpol ist.
Hohe Geldstrafe für Effenberg
FC Bayern-Star Stefan Effenberg muss tief in die Tasche greifen: Um einem Gerichtsverfahren zu entgehen, muss der Deutsche eine Geldauflage von 125.000 Mark (rund 880.000 S) zahlen. 22.000 Mark (155.000 S) Schmerzensgeld an die 32-jährige Frau, die er geschlagen hatte, kommen noch dazu. Eine Münchner Justizsprecherin teilte mit, dass das Verfahren gegen den Fußball-Profi nach Zahlung der Geldauflage und des Schmerzensgeldes eingestellt wurde. Damit entging Effenberg in letzter Sekunde einem Prozess vor dem Münchner Amtsgericht. Noch im Juli hatte der Bayern-Spieler einen Strafbefehl in Höhe von 400.000 Mark abgelehnt.
Effenberg hatte im vergangenen Oktober nach einem handfesten Streit um reservierte Plätze in einer Münchner Nobel-Discothek eine 32-jährige Frau ins Gesicht geschlagen. Der Bayern-Kapitän sprach nach dem Vorfall von einer "Abwehrreaktion", nachdem ihm die Frau während der Auseinandersetzung angeblich ohne Vorwarnung ein Glas Champagner ins Gesicht geschüttet hatte.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Grand Prix von Monaco18:01
Sechster trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.
