Olympiasieger Sieber doch bei WM

Die Tornados Roman Hagara und Peter Steinacher begeben sich nächste Woche wieder einmal auf internationale Titeljagd. Die regierenden Olympiasieger sind auf dem Silvaplanersee in der Schweiz auf EM-Gold scharf.
Einen Titel, den sie bereits 1997 gemeinsam gewonnen hatten. Roman war auch schon 1990 als Vorschoter seines Bruders Andreas, der übrigens 1996 mit Florian Schneeberger Europameister wurde, erfolgreich gewesen.
Die Erfolgsbilanz von R. Hagara/Steinacher im nacholympischen Jahr kann sich schon vor den Rennen in der Schweiz sehen lassen. WM-Silber vor Richards Bay/Südafrika hinter den von ihnen in Sydney geschlagenen Australiern Darren Bundock/John Forbes, Sieger der SPA Regatta und der Kieler Woche sowie Staatsmeister. "Wir wollen eine EM-Medaille", legen sich beide fest. Im Jahr 2000 reichte es hinter den Deutschen Roland Gäbler/Rene Schwall vor Andreas Hagara/Wolfgang Moser zu EM-Silber. Der wegen eines Bandscheibenvorfalls geplagte Andreas Hagara, der nun mit Michael Seidl segelt, hat sich für die EM extra ein neues Boot angeschafft.
Ungewohnter Modus
Der Silvaplanersee ist so klein, dass erstmals bei den Tornados von Montag bis Mittwoch in Gruppen (72 Starter) um den Einzug ins Finale gesegelt werden muss. Dieses findet dann von Donnerstag bis Samstag statt.
Sieber erstmals im Einsatz
Erstmals in diesem Jahr ernst wird es für Surf-Olympiasieger Christoph Sieber bei der Mistral-WM ebenfalls nächste Woche in Varkiza/Griechenland. Eigentlich wollte der Oberösterreicher erst nächste Saison wieder aufs Brett zurück, doch die Umstände ließen den 30-Jährigen umdenken. Varkiza liegt bei Athen, dem Austragungsort der Olympischen Spiele 2004. Sieber kann daher schon Fühlung mit dem Revier aufnehmen, wo er seinen Titel verteidigen will. Seine WM-Erwartungen sind nicht allzu hoch, ein Platz unter den zehn, wäre "eine große Befriedigung". Immerhin hatte Sieber, der seit seinem Olympiasieg auf allen Hochzeiten tanzte, erst vor kurzem wieder mit dem Aufbautraining begonnen. Weiters am Start: Staatsmeister Martin Stritzinger.
Als 13. hatte Andreas Geritzer den angepeilten Top-Ten-Platz bei der WM der Laser-Boote vor Cork/Irland verfehlt, diesen möchte der für den UYC Neusiedlersee startende Olympiafünfte bei der EM nächste Woche in Pucks Bay/Polen nachholen. Das Revier verspricht keine Strömung und flaches Wasser, störend könnte jedoch der Seetang in der Danziger Bucht sein. Die Qualifikation besteht aus acht Wettfahrten, das Finale aus vier. Mit dabei sind auch Jürgen Brandstötter und Lukas Tepanek (Jugendklasse). Als Favoriten gelten Vize-Weltmeister Gutavo Lima (POR) und die Skandinavier.
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