"Ösi-Duell" geht an die Löwen

Borussia Dortmund darf sich zumindest bis 8. September mit einer makellosen Bilanz an der Spitze der deutschen Fußball-Bundesliga sonnen. Denn erst dann wird die deutsche Fußball- Bundesliga mit der fünften Runde fortsetzt, da aber mit dem Knüller Dortmund gegen die Bayern im Westfalen-Stadion.
Den Klub-Startrekord von vier Siegen mit einem Torverhältnis von 10:0 haben die Borussen auf dem Konto, mit dem 1. FC Kaiserslautern zwar einen ebenfalls vier Mal erfolgreichen Konkurrenten im Nacken, die Bayern aber immerhin schon um fünf Punkte abgehängt.
Es wäre nicht Matthias Sammer, wenn er nicht auch nach dem 2:0 in Rostock kritische Worte fände. "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, nach einer ersten Hälfte, in der Fußball gespielt wurde wie ich mir das vorstelle, haben wir so stark nachgelassen, wie es einer Spitzenmannschaft nicht passieren darf", klagte der 33-jährige BVB-Trainer. Die Bayern trumpften beim 2:0 vor 60.000 Zuschauern im Olympiastadion gegen Aufsteiger St. Pauli allerdings auch nicht gerade groß auf, freuen durfte sich aber der Schweizer Ciriaco Sforza, der bei seinem Bundesliga-Comeback das erste Tor schoss und auch am zweiten durch Elber beteiligt war.
Erster Saisonsieg für die Münchner Löwen
Beim zweiten Münchner Klub durfte endlich über den ersten Saisonsieg gejubelt werden, das 3:1 in Bremen war hoch verdient. Markus Weissenberger bereitete mit einer Idealflanke das dritte (Kopf-)Tor durch Schroth mustergültig vor. Sein Landsmann im Werder-Dress, Andreas Herzog, traf mit einem via Stange geschossenen Elfer (es war sein 60. Bundesligator) zwar zum 1:1, stand aber im Schatten von Löwen-Spielmacher Thomas Häßler. Dessen Trainer Werner Lorant musste sich auf die Tribüne "zurückziehen", pfiff, schrie und dirigierte aber auch von dort munter weiter. Präsident Karl-Heinz Wildmoser stärkte seinem von nicht wenigen angegriffenen Coach zum x-ten Mal den Rücken: "Ich müsste doch bescheuert sein, wenn ich diesen Trainer entlassen würde."
Kühbauer-Klub Wolfsburg noch sieglos
Zu den bisher noch sieglosen Mannschaften zählt neben St. Pauli und überraschend "Vier-Minuten-Meister" Schalke auch noch der VfL Wolfsburg, der nach dem 1:1 (zweites Remis) gegen Freiburg auf den 18. und letzten Platz rutschte. Gernot Plassnegger fehlte überhaupt, der derzeit formschwache Didi Kühbauer durfte erst ab der 54. Minute mitspielen.
Erster Auswärtssieg für Stuttgart nach 16 Monaten
Schalke (mit einem Match im Rückstand) musste sich im Schlager der Runde in einem dramatischen Gefecht in der neuen Arena gegen Bayer Leverkusen trotz einer 2:0- und 3:2-Führung mit einem 3:3 begnügen, wobei Schneider für die weiterhin ungeschlagenen Gäste erst in der Nachspielzeit aus einem Freistoß zum Ausgleich traf. In drei Runden hatte der VfB Stuttgart kein Tor geschossen, am Samstag glückten in Nürnberg gleich vier und das 4:2 bedeutete den ersten Auswärtssieg seit 16 (!) Monaten.
Das Programm der vierten Runde:
Bayern München - FC St. Pauli 2:0 (2:0)
VfL Wolfsburg - SC Freiburg 1:1 (0:1)
1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 2:4 (1:1)
Werder Bremen - TSV 1860 München 1:3 (1:2)
Hamburger SV - 1. FC Kaiserslautern 2:3 (0:3)
FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen 3:3 (2:0)
Hansa Rostock - Borussia Dortmund 0:2 (0:2)
Sonntag:
Hertha BSC - Energie Cottbus 2:3 (1:0)
1. FC Köln - Bor. Mönchengladbach 0:2 (0:0)
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Grand Prix von Monaco18:01
Sechster trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.
