Der Startschuss für die Bewerbung ist erfolgt

Österreich und Schweiz wollen die Europameisterschaft 2008. Vielleicht nicht unbedingt gewinnen, aber austragen. Am Vorabend des freundschaftlichen Länderspiels Österreich-Schweiz gab es die Präsentation der gemeinsamen Bewerbung. Die Vergabe wird voraussichtlich im März 2003 erfolgen.
Der erste Schritt ist getan: Am Dienstag erfolgte im Wiener Rathaus vor rund 800 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport und den Medien der offizielle Startschuss zur gemeinsamen Bewerbung von Österreich und der Schweiz für die Fußball-Europameisterschaft 2008. "Football's best - close to you - die besten Fussballer Europas vor der Haustüre." Unter diesem Slogan soll die EM ins Herz Mitteleuropas geholt werden.
Höhepunkt der Präsentation war einerseits ein zehn minütiges Video, das die "Sonnenseiten" der Bewerbung in beiden Ländern zeigt. Andererseits die Vorstellung des Hauptsponsors der Bewerbung (Die Schweizer Großbank "Credit Suisse") sowie die Enthüllung des neuen Logos der Kandidatur, die die beiden Verbandspräsidenten Beppo Mauhart und Ralph Zloczower vornahmen.
Einzigartig und charmant
Zloczower ist überzeugt, dass beide Länder eine qualitativ hochwertige und professionelle Bewerbung abliefern können. "Mit den neuen Stadien können wir ein aufregendes Fußballfest bieten und wichtige Impulse für unseren Nachwuchs setzen", meinte der Schweizer Verbandspräsident. Und auch Mauhart zeigte sich optimistisch. "Österreich und die Schweiz garantieren die infrastrukturellen Rahmenbedingungen für eine einzigartige EM-Endrunde. Wir haben Erfahrung und Charme in der Ausrichtung bedeutsamer Events."
Kurze Distanzen, neue Stadien
Die Vorteile der Bewerbung: Kurze Wege zwischen den Austragungsorten in Europas Mitte, das gut ausgebaute Straßennetz, die zahlreichen idealen Bahn- und Flugverbindungen und natürlich die bis 2008 neu gebauten oder renovierten Stadien. Als weitere Trümpfe sollen die Sicherheit in beiden Staaten sowie die Möglichkeit, Fußball mit der Möglichkeit zum Familienurlaub zu verbinden, gespielt werden.
Die Bewerbung ist mit einem Budget von fünf Millionen Schweizer Franken (45,4 Mill. S) ausgestattet. Das UEFA-Exekutiv-Komitee (14 Mann) wird bis Juni 2002 die Unterlagen erhalten, im März 2003 soll die Entscheidung fallen. Und diese wird hoffentlich zu Gunsten Österreichs und der Schweiz ausfallen.
Finale in Wien geplant
Die acht Standorte (je vier) stehen fest, neue Stadien sind in Planung, andere werden adaptiert bzw. aufgestockt. Salzburg - Wals Siezenheim (18.000, bei EM-Vergabe 30.000/Baubeginn 2001) und Klagenfurt-Wörthersee-Stadion (10. bis 15.000/aufgestockt auf 30.000/2002) werden in Österreich neu gebaut. Innsbruck-Tivoli neu (17.000) ist schon fertig und wird im Falle der Zuteilung auf 30.000 aufgestockt. Das Wiener Ernst Happel-Stadion (mit 50.000 das größte und für das Finale vorgesehen) wird adapiert.
Die Schweizer bauen gleich drei Arenen (Nationalstadion Bern/40.000/Eröffnung Herbst 2004), Stade de Geneve/Genf (30.000/März 2003) und FIFA-Stadion Zürich (33.000/Herbst 2004) neu. Der St. Jakob-Park in Basel (33.000) wurde schon im März 2001 eröffnet.
Die bisher bekannten Konkurrenten heißen Skandinavien, Schottland (eventuell mit einem Partner) und höchstwahrscheinlich auch Ungarn. Es sollten aber noch weitere werden.
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