Kein rettender Regen in Sicht

Die Waldbrände im Westen der Vereinigten Staaten haben bereits eine Fläche von der fast vierfachen Größe Bayerns erreicht. Rund 21.000 Feuerwehrmänner sind im Einsatz, um die Feuer in zehn Bundesstaaten zu bekämpfen, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Wegen starker Winde rechneten die Experten damit, dass die Zahl der Brandherde weiter steigt.
Am Freitag sollten Mitglieder der Nationalgarde in einem Schnellkurs ausgebildet werde, um die Feuerwehren zu unterstützen.
Allein im Bundesstaat Oregon wüten die Brände auf einer Fläche von mehr als 100.000 Hektar, 3.500 Feuerwehrleute sind dort Tag und Nacht im Einsatz. Am Donnerstag entstanden dennoch drei neue Brandherde. Im benachbarten Bundesstaat Washington lösten die Behörden die höchste Alarmstufe aus. In Idaho und Kalifornien brennt der Wald auf einer Fläche von 50.000 Hektar. Auch Nevada, Colorado, Arizona, Wyoming, Texas und Oklahoma sind betroffen.
Es müsse befürchtet werden, dass die Waldbrände in diesem Jahr noch schlimmer werden als im vergangenen Sommer, sagte ein Sprecher des Koordinierungszentrums in Portland. Im Sommer 2000 waren 14 Menschen durch die Brände ums Leben gekommen. Todesopfer gab es dieses Jahr zunächst nicht. Auch die Gebäudeschäden hielten sich bisher in Grenzen, lediglich einige Häuser in Oregon und Washington wurden zerstört.
Nach Angaben des Koordinierungszentrums ist die Lage dennoch weiter Besorgnis erregend. Die ersten Waldbrände waren durch Blitze ausgelöst worden. Sie breiteten sich wegen der Trockenheit rasch aus. Im Westen der USA herrschen in einigen Gegenden seit Wochen Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius, ohne dass es nennenswerte Niederschläge gab.
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