Sechs Enthaftungsanträge ungültig

Krieg in Genua: Die Bilder der Verwüstung
Die inhaftierten Aktivisten der VolxTheaterKarawane haben am Montag einen gemeinsamen Appell an das Gericht von Genua gerichtet. Sie plädierten darin für ihre Enthaftung und hoben die pazifistische Natur ihrer Aktivitäten hervor. Inzwischen wurde bekannt, dass 6 Enthaftungsanträge unglültig sind. Laut Konsulat könnten sie dennoch freikommen.
Wie das Rechtsanwälte-Team, das die Aktivisten betreut, berichtete, forderten die Globalisierungsgegner die drei Richter auf, sie „zu ihren Familien und zu ihrer Arbeit zurückkehren zu lassen“.
Die Straßenkünstler beteuerten ihre Unschuld. Sie seien keineswegs in die Gewalttätigkeiten während des G8-Gipfels verwickelt gewesen. Der italienische Rechtsanwalt der Globalisierungsgegner, Andrea Sandra, legte den drei Richtern Entlastungsmaterial vor, aus dem deutlich hervor geht, dass das Material, das bei der Festnahme der Gruppe beschlagnahmt worden war, einfache Theaterrequisite sind.
Der Rechtsanwalt von Susanna Thomas, Gilberto Pagani, betonte, dass er am Dienstag einen neuen Enthaftungsantrag für seine Mandantin einreichen wird.
Sechs Enthaftungsanträge wegen Formfehler ungültig
Bei sechs der insgesamt 25 Mitglieder der VolxTheaterKarawane waren die Enthaftungsanträge Formfehler aufgetreten: Der Enthaftungsantrag, den ihre Rechtsanwälte eingereicht hatten, wurde am Montag von einem Gericht in Genua wegen eines Formfehlers für ungültig erklärt. Im Justizpalast von Genua hatte am Montag die Haftprüfung für die seit drei Wochen inhaftierten Mitglieder der "VolxTheaterKarawane“ begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Globalisierungsgegnern im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nach dem G-8-Gipfel von Genua Vandalismus, Plünderung und Verbindungen zur Anarchistengruppe "Black Block" vor.
Der Enthaftungsantrag der sechs Straßenkünstler wurde für ungültig erklärt, weil er eingereicht worden war, bevor sie einen Rechtsanwalt mit ihrer Verteidigung beauftragt hatten. Dies teilte eine Sprecherin des Genoa Social Forum, des Dachverbands der italienischen Globalisierungsgegner, der die österreichischen Aktivisten mit einem Rechtsanwälte-Team betreut, mit. Die Staatsangehörigkeit der Aktivisten, die in U-Haft bleiben müssen, wurde vorerst nicht bekannt.
Die sechs Mitglieder könnten mit den anderen inhaftierten Aktivisten dennoch bereits am Dienstag freigelassen werden, sollte das Gericht von Genua die gesamte Gruppe vom Vorwurf der kriminellen Vereinigung entlasten. Dies betonte ein Sprecher des österreichischen Konsulats in Mailand, das die Aktivisten rechtlich betreut.
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