Tiefe Holzpreise und geringe Produktion

Starke Stürme und niedrige Holzpreise haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 die Bilanz der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf AG) belastet. Trotz geringerer Produktion sei es aber dennoch möglich gewesen, ein "stabiles" Ergebnis zu erreichen.
Für 2001 rechnen die beiden ÖBf-Vorstände Georg Erlacher und Thomas Uher mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung, wenn auch die Rekordbilanz von 1999 nicht erreicht werden könne.
An den Staat wurden im Vorjahr 172 Mill. S an Dividende und Fruchtgenuss - das ist eine erfolgsabhängige Pacht - (50 Prozent des Jahresüberschusses) abgeführt. Seit der Ausgliederung der Bundesforste aus dem Agrarressort 1997 wurden in Summe bereits 1,253 Mrd. S in das Bundesbudget bezahlt.
Der Betriebserfolg ist im Vorjahr auf Grund des wesentlich geringeren Holzeinschlages von 245 auf 158 Mill. S zurückgegangen, der Finanzerfolg hat von plus 7 auf minus 14 Mill. S gedreht. Niedergeschlagen haben sich zudem die mit 500 Mill. S außerordentlich hohen Investitionen, die großteils in die 25,1-Prozent-Beteiligung am Sägewerk Mayr-Melnhof geflossen sind.
ÖBf verfügen über 10 Prozent der Staatsfläche
Die ÖBf AG verfügen über eine Gesamtfläche von 856.000 ha oder 10 Prozent der österreichischen Staatsfläche. 524.000 ha (oder 15 Prozent von Österreichs Waldfläche) sind ÖBf-Waldfläche, der Rest Wirtschaftswald.
Die Schutzgebietfläche (Nationalparks, Erholungsgebiete, geschützte Gewässer, Naturdenkmäler, etc.) macht 46 Prozent der Gesamtfläche aus. Im Jahr 2000 haben die ÖBf 1,69 (1999: 1,88) Mill. Festmeter (fm) Holz geschlagen (Einschlag), der Hiebsatz (jene Menge Holz, die die ÖBf nützen könnten, weil sie nachwächst) lag bei 1,99 (2,02) Mill. fm.
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