Mittwoch, 8. August 2001

Die dunkle NS-Zeit schreckt viele Bieter ab

Zum ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Wenige Wochen vor dem für September geplanten Verkauf geht der Bietprozess um das Dorotheum ins Finale. Aufgrund der nach wie vor ungelösten Restitutionsforderungen aus NS-Zeiten haben eine Reihe von Bietern wie etwa die Meinl Bank, der Palmers-Konzern oder die beiden Auktionsgiganten Sotheby's und Christie's bereits das Handtuch geworfen.

Die besten Chancen hat der deutsche Risikokapital-Fonds "EquiVest", der mit rund 900 Mill. S (65,4 Mill. Euro) das aktuelle Höchstgebot gelegt hat, sowie die spanische Afinsa Group. Auf der Interessenten-"Short List" befinden sich außerdem noch das Internet-Auktionshaus OneTwoSold, die Invest AG sowie ein österreichisches Konsortium, an dem u.a. die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich sowie die PR-Profis Peter und Paul Hochegger beteiligt sind. Bis Mitte August sind verbindliche Angebote zu legen.

Im Jahr 2000 hatte das 1707 gegründete Dorotheum mit einem Umsatz von 1,532 Mrd. S (111,3 Mill. Euro) und einem Gewinn von 50,1 Mill. S das beste Ergebnis der Geschichte eingefahren.

Warum ÖIAG-Vorstand Ditz erneut Kritik erntet, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS.

8.8.2001 14:01