Zöllner starten "Aktion scharf"

Die österreichischen Zollbehörden wollen jetzt dem Steuerbetrug beim Autokauf den Kampf ansagen. Österreichische Autofahrer sollen sich vermehrt über eine Zweitmeldung in Deutschland eine deutsche Zulassung besorgen. Allein in Tirol beläuft sich der Schaden auf mehr als 100 Millionen Schilling (7,3 Mill. €) pro Jahr.
Mit der einfachen Anmeldung eines Zweit- oder Freizeitwohnsitzes in Deutschland, der steuerlich keine Konsequenzen hat, erhalten die Österreicher auch ein deutsches Nummernschild für den Wagen, den sie im Ausland erstanden haben.
Damit umgehen immer mehr Österreicher die Normverbrauchsabgabe und weitere Steuern, die bei der herkömmichen Einfuhr und Anmeldung in Österreich anfallen, meldete das ORF-Radio.
Als weitere Ersparnis kommt dazu, dass Autos in anderen EU-Ländern teilweise billiger sind als hier zu Lande.
Pro Neuwagen entgehen der Finanz so bis zu 20 Prozent des Kaufpreises. Allein in Tirol schätzt die Zahl der widerrechtlich mit deutschem Kennzeichen fahrenden Wagen auf 1.000 Stück.
Anzeige und Geldstrafe drohen
Im Falle des Erwischtwerdens droht eine Anzeige bei der Verwaltungsbehörde und beim Finanzamt und eine Geldstrafe in der Höhe der nicht entrichteten Abgaben.
Die Verwendung eines ausländischen Kennzeichens ist maximal drei Tage nach der Einfuhr erlaubt.
Auch Kfz-Händler freuen sich über Verschärfung
Aber auch die Kfz-Händler werden sich über die "Aktion scharf" der Zöllner freuen. Sie können darauf hoffen, dass sich einige, die mit der Zulassung im Ausland liebäugeln, abschrecken lassen.
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