Mittwoch, 8. August 2001

Draxler: Vom Führerstand ins Cockpit?

Heute läuft die Bewerbungsfrist für die künftigen Vorstände der Austria Airlines (AUA) ab. Wer wird die trudelnde Airline wieder auf Kurs bringen? NEWS weiß, wer die Top-Favoriten für die Nachfolge sind.

Wunschkandidat der schwarz-blauen Regierung für den Vorstandsvorsitz ist mangels internationaler Top-Shots kurioserweise Helmut Draxler, 51, dessen Vertragsverlängerung als ÖBB-General erst vor wenigen Wochen am Veto der Koalition scheiterte. Er wird vor allem von Heinzel, ÖIAG-Vorstandssprecher Johannes Ditz und auch Finanzminister Karl- Heinz Grasser gepusht. Abgelehnt wird Draxler allerdings von FP-Mastermind Thomas Prinzhorn sowie Infrastrukturministerin Monika Forstinger.

Scheitern könnte Draxlers Bestellung auch an ihm selbst. Der Sanierer ließ immer wieder ausrichten, „nie wieder an der Politik anstreifen“ und zudem „richtiges Geld verdienen“ zu wollen. Andererseits macht Heinzel kein Geheimnis daraus, bei Wunschkandidaten weder „Kosten noch Mühen“ zu scheuen.

Ist der als nicht uneitel geltende Draxler tatsächlich nicht zu beknien, wird als Alternative Verkehrsbüro- Chef Rudolf Tucek umworben. Klappt auch das nicht, hat die durch den unprofessionellen Abschuss der AUA-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka ohnehin heftig kritisierte ÖIAG ein ernstes Problem. Denn unter den rund 50 Bewerbern für ein AUAVorstandsmandat – darunter Dagmar Grossmann von der gleichnamigen Business-Airline – findet sich kein einziger der erhofften internationalen Luftfahrt-Kapazunder.

Warum der Vorstandsvorsitz ein Kamikaze-Job ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS.

8.8.2001 14:34