Reformen gefordert

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 104.300 auf 3.798.700 gestiegen. Das waren nur noch 4.900 weniger als vor einem Jahr. Der Ruf nach Reformen wird immer lauter.
Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,2 Prozent, berichtete die Bundesanstalt für Arbeit am Dienstag in Nürnberg. Saisonbereinigt nahm die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Juni um 11.000 zu.
Starkes Ost-West-Gefälle
In Westdeutschland zählten die Arbeitsämter 2 445 200 Stellenlose. Die Quote lag dort bei 7,3 Prozent.
In Ostdeutschland waren 1 353 500 Menschen ohne Arbeitsplatz. Die Quote betrug 17,3 Prozent.
Reformen gefordert
Der deutliche Einbruch am Arbeitsmarkt hat den Ruf nach staatlichem Handeln lauter werden lassen. Vor allem Wirtschaft und Opposition forderten die Koalition zu tief greifenden Reformen und einem Vorziehen von Teilen der Steuerreform auf. Der Deutsche Gewerkschaftsbund appellierte dagegen an die Verantwortung der Arbeitgeber und machte ihnen schwere Vorwürfe. Die Bundesregierung räumte ein Stagnieren am Arbeitsmarkt ein, führte es aber vor allem auf die Abkühlung der Weltwirtschaft zurück.
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