Belgische Interbrew übernimmt Traditionsbrauerei Beck

Der belgische Bierauereikonzern Interbrew will Deutschlands größte Exportbrauerei Beck & Co ("Beck's") für 3,5 Milliarden Mark komplett übernehmen. Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten, einigten sie sich auf den Abschluss eines Kaufvertrages für sämtliche Anteile an Beck, das unter anderem die bekannte Biermarke Beck's produziert.
In der vergangenen Woche hatte Interbrew mit der Marke Stella Artois als Flaggschiff 80 Prozent von Diebels übernommen und dies als ersten Schritt auf dem lukrativen deutschen Biermarkt bezeichnet.
Das belgische Unternehmen, das weltweit 34 000 Mitarbeiter hat, ist gemessen am Absatz von 76,4 Millionen Hektolitern im vergangenen Jahr das zweitgrößte Brauunternehmen der Welt. Insgesamt werden die Interbrew-Biermarken in mehr als 110 Ländern verkauft.
Bereits Mitte Juli hatten die 67 Gesellschafter von Beck & Co den Weg für einen Verkauf frei gemacht. Die 3700 Mitarbeiter, von denen 1500 in Bremen arbeiten, brauchten sich keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze zu machen, hieß es damals. Hintergrund des Verkaufs der zurzeit profitablen Brauerei sei, dass Beck & Co ein im Weltmaßstab kleines Unternehmen sei. Profitabel seien aber letztlich nur die großen Häuser.
Als viertgrößte deutsche Brauerei setzte Beck im vergangenen Jahr 5,7 Millionen Hektoliter Bier ab, wovon rund 4,5 Millionen Hektoliter auf die Marke Beck's entfallen. 60 Prozent davon wurden in 120 Länder exportiert, womit ist Beck die größte Ausfuhrbrauerei in Deutschland ist. Die gesamte Beck-Gruppe machte eine Jahresumsatz von 1,66 Mrd. DM (849 Mill. Euro/11,68 Mrd. S). Die Zustimmung der 67 Beck-Gesellschafter zur Übernahme wird in den nächsten Wochen erwartet.
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