Arbeitslosenzahl weiter gestiegen
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland dürfte weiter gestiegen sein. Aus Sicht des Chefökonomen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Wolfgang Scheremet, hat die Zahl der Arbeitslosen im Juli auf Grund der schwachen Konjunktur und der allgemeinen Arbeitsmarktschwäche unbereinigt um 100.000 auf 3,79 Millionen zugenommen.
Die offiziellen Zahlen werden am Dienstag bekannt gegeben. Scheremet verwies darauf, bei der Zunahme um 100.000 Arbeitslose seien 80.000 auf saisonale Effekte, der Rest auf die Konjunktur zurückzuführen. Der DGB-Chefökonom fügte hinzu, die Zahl der Arbeitslosen sei auch saisonbereinigt gestiegen.
Nach Einschätzung eines Arbeitsmarktexperten der deutschen Wirtschaft könnte die Arbeitslosigkeit im Juli sogar erstmals seit April 1998 wieder über dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegen. Wie der Experte im sagte, erwartet er insgesamt eine Arbeitslosenzahl von rund 3,81 Millionen. Dies würde ein Plus gegenüber dem Vormonat in Höhe von 115.000 und auch einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 3,804 Mill. bedeuten.
Für Westdeutschland erwartet der Experte eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 70.000 gegenüber dem Vormonat auf 2,45 Mill. Personen (Vorjahr: minus 16.000), für Ostdeutschland ein Plus vom 45.000 gegenüber dem Vormonat auf 1,36 Mill. (Vorjahr: plus 22.000).
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