Montag, 6. August 2001

Postämterschließungen im Post-Aufsichtsrat

Am kommenden Dienstag tagt in Wien der Aufsichtsrat der Österreichischen Post AG. Heißes Thema dabei: Die Post AG will bis zu 700 unrentable Postämter schließen.

Ein internes Papier, das die Post vor der Aufsichtsratssitzung nicht bestätigen möchte, geht von der Schließung von 700 der insgesamt 2.300 österreichischen Postämter aus.

In die Schließungspläne sollen auch die Gemeinden mit einbezogen werden. Ein Vetorecht der Gemeinden bei der Schließung von Postämtern ist für den obersten Post-Gewerkschafter Hans Georg Dörfler allerdings nicht denkbar. "Eine solche Regelung wäre verfassungswidrig. Das haben uns bereits einige Juristen bestätigt", sagte Dörfler.

Als Alternative in den einzelnen Gemeinden kann man sich so genannte "Postpartner" vorstellen, wie Lebensmittelgeschäfte, die Postdienstleistungen übernehmen.

Feibra-Akquistion auf der Tagesordnung
Gerüchten zufolge könnte am Dienstag im Aufsichtsrat auch die Genehmigung der seit längerem verhandelte Übernahme des Werbemittelverteilers feibra durch die Post erfolgen, für die es im Herbst 2000 ein bedingtes grünes Licht seitens des Kartellgerichts gegeben hat. Die Post soll feibra in einem ersten Schritt mit 51 Prozent übernehmen und nach fünf Jahren weitere 19 Prozent dazukaufen. feibra setzt mit 120 Mitarbeitern rund 350 Mill. S um.

6.8.2001 16:51